26.05.2017

Herz der KfW schlägt für Mittelstand

Wirtschaft: Besuch von Ingrid Hengster beschert Wagon Automotive volles Haus / Fuchtel: Passgenaue Förderung von Innovationen

Nagold / Nordschwarzwald (k-w): Die Deutschen werden überall auf der Welt für ihren Mittelstand bewundert. Als Dr. Ingrid Hengster das sagt, sitzen ihr in Nagold über 60 Vertreter genau dieser Spezies aus dem gesamten Nordschwarzwald gegenüber. Möglich gemacht hatte den direkten Dialog mit dem Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe aus Frankfurt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel. 

 

Der Parlamentarische Staatssekretär vertritt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Kreditausschuss und Aufsichtsrat der KfW. Mit der Einladung der für die Inlandsförderung verantwortlichen Bankerin bescherte Fuchtel gemeinsam mit der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) unter Vorsitz des Baiersbronner Unternehmers Markus Schindele Wagon Automotive ein volles Haus.

Wie die KfW bei der Entwicklung von Wagon Automotive geholfen habe, verdeutlichte Thomas Eisseler. Dank dieser positiven Erfahrungen „werden wir auch in Zukunft massiv in Nagold investieren“, verkündete der Geschäftsführende Gesellschafter. Fuchtel zollte den Eigentümern „großen Respekt“. Wagon Automotive sei Musterbeispiel dafür, was sich mit Hilfe der KfW durch ideenreiche Gestaltung von Produktionsabläufen bewegen lasse. Hengsters Besuch in seinem Wahlkreis mache außerdem deutlich, wie die Bankengruppe den Tourismus nachhaltig unterstütze. Mittelständische Investoren würden dazu beitragen, die Region weiter voran zu bringen.

Erneut zeige sich, wie wichtig die Vernetzung zwischen Bankwesen, Unternehmertum und Politik sei. Die KfW arbeite sehr effizient und biete passgenaue Förderungen. Dadurch könnten Investitionen individuell und schnell unterstützt werden. „Wir können uns im globalen Wettbewerb keine unnötig langen Entscheidungswege mehr leisten“, machte Fuchtel deutlich. In der Bekämpfung des Klimawandels übernehme die KfW eine Botschafterrolle. Fuchtel hob die Bedeutung der Bankengruppe auch für die Entwicklungshilfe hervor. „Dass ein Vorstandsmitglied zu uns in die ländliche Region fährt, weiß ich sehr zu schätzen“, so Fuchtel. Die große Teilnehmerzahl zeige, wie sehr dem Mittelstand an solchen Begegnungen gelegen sei.

„Wenn wir in Arbeitsplätze investieren, kommt das wiederum der ganzen Region zugute“, verwies Hans Neuweiler als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Pforzheim Calw darauf, dass die KfW ein guter Partner für Innovationen sei. Deshalb gebühre Fuchtel großer Dank, weil er diesen Abend möglich gemacht habe. 

Hengster zeigte sich nicht nur ob ihres großen Auditoriums beeindruckt, sondern auch über die vielfältigen Investitionen, die dieser Mittelstand – vom produzierenden Gewerbe bis zur Hotellerie – mit Hilfe der KfW im Nordschwarzwald auf die Beine gestellt hat. Seit über 45 Jahren „schlägt das Herz der KfW für den Mittelstand.“ Dies sei bis heute möglich, weil Deutschland den Marshallplan der USA nach Kriegsende clever für günstige Kreditvergaben genutzt habe, anstatt die Zuwendungen auf einen Rutsch aufzubrauchen. „Heute reicht unsere Hilfe bis in die Entwicklungshilfe“, betonte das Vorstandsmitglied, selbst der kleine Häuslebauer profitiere davon.

Bei einer Bilanzsumme von über 500 Milliarden Euro gehöre die KfW zu den drei größten Banken in Deutschland, stellte Hengster klar, doch sei die Zusammenarbeit mit den Hausbanken der Investoren das eigentliche Erfolgsgeheimnis. „Wir setzen uns dafür ein, die Lebensbedingungen der Menschen langfristig zu verbessern“, umschrieb sie den KfW-Auftrag. Dazu gehörten auch globale Herausforderungen wie technischer Fortschritt, Klimawandel, Bildung und Digitalisierung. Von der Förderung für die Flüchtlingshilfe hätten die Kommunen regen Gebrauch gemacht.

Dass der über Generationen gewachsene Mittelstand auf diese Weise auch künftig das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden könne, „darum werden wir extrem beneidet“, verdeutlichte Hengster, die darauf hinwies, dass Existenzgründer künftig noch stärker gefördert werden. 

 

fuwagon 

 

Volles Haus bei Wagon Automotive in Nagold, wohin der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (links) das KfW-Vorstandsmitglied Dr. Ingrid Hengster aus Frankfurt eingeladen hatte.

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