14.06.2017

Welt des Handels verändert sich rasant

Wirtschaft: Prof. Klaus Fischer und Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel über aktuelle Herausforderungen des Mittelstands

Welt des Handels verändert sich rasant Wirtschaft und Politik im Dialog: Unternehmer Prof. Klaus Fischer und der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel.

Waldachtal. Der wachsende Online-Handel stellt den klassischen Handel vor große Herausforderungen. Er wird auch die Verkehrsströme auf den Straßen immer stärker belasten. Das sagte Klaus Fischer dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung und Inhaber der Unternehmensgruppe fischer, Prof. Klaus Fischer, und der direkt gewählte CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel trafen sich zu einem wirtschaftspolitischen Gedankenaustausch am Unternehmenssitz in Waldachtal. Fuchtel: „Es nutzt meiner Arbeit, wenn ich regelmäßig Kontakte zu Unternehmern in meinem Wahlkreis halte, um im Dialog ungeschminkt zu erfahren, mit welchen Herausforderungen der Mittelstand zu kämpfen hat und wie seine Vertreter die aktuelle Wirtschaftspolitik bewerten.“

Der Online-Handel werde weiter zunehmen, direkt oder über den Handel. „Hier stehen wir erst noch am Anfang“, sagte Klaus Fischer. Damit würden auch die Anforderungen an die Infrastruktur durch immer mehr Fahrzeuge auf den Straßen steigen. „Bei der Lösung dieses Problems ist die Politik gefragt“, betonte Fischer.

Hans-Joachim Fuchtel sprach davon, dass IT-basierte Transportsysteme in Zukunft zu einer Entlastung beitragen könnten. Er spüre, dass sich auch die Bürger in seinem Wahlkreis mit der Thematik auseinandersetzen, weshalb er im Wahlkampf ebenfalls darauf eingehen wolle.

Wenige Monate vor der Bundestagswahl bezeichnete Klaus Fischer die bisher bekannten Vorschläge des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz und der SPD-Arbeitsministerin Andrea Nahles als „nicht handwerks- und mittelstandsfreundlich“. Steigende Abgabelasten und Regulierungen wären die Folge, so der Unternehmer.

Was kleine und mittelständische Unternehmen bräuchten, sei Planungssicherheit für die Zukunft. „Wir dürfen nicht ständig überrascht werden von Entscheidungen, die unsere Handlungsspielräume verkleinern“, sagte Fischer. Das betreffe beispielsweise auch die Erbschafts-, Schenkungs- und Vermögenssteuer. Diese seien alles andere als familienunternehmerfreundlich.

Weitere Herausforderungen für die Wirtschaft und die Gesellschaft sieht der Inhaber der Unternehmensgruppe fischer in der Digitalisierung aller Lebensbereiche. Industrie 4.0 sei eine große Chance, die die deutsche Wirtschaft im Wettbewerb mit anderen starken Nationen sinnvoll nutzen müsse. Nicht zu vernachlässigen seien aber die Sicherheitsrisiken, die sich durch die Abhängigkeit von Datenströmen ergäben.

Trotz immer neuer Herausforderungen ist die Unternehmensgruppe fischer gut auf die Zukunft vorbereitet, berichtete Klaus Fischer abschließend. So sei gerade eine neue Landesgesellschaft in Indien gegründet worden. fischer halte weiterhin an seinem Ziel fest, jedes Jahr zwei neue Landesgesellschaften gründen zu wollen.

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