21.06.2017

Bildungsprojekt gibt Perspektiven

Entwicklungszusammenarbeit: Fuchtel dankt Lachenmaier für Schulprojekt in Nigeria / Austausch über praktische Hilfe vor Ort

Bildungsprojekt gibt Perspektiven Praktischer Erfahrungsaustausch über die Entwicklungs-Zusammenarbeit: der Eutinger Dr. Hubert Lachenmaier (rechts) und der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel.

Eutingen / Nagold. Die praktische Seite der Entwicklungs-Zusammenarbeit stand im Mittelpunkt des Gesprächs zwischen Dr. Hubert Lachenmaier und Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Der Eutinger Agrarwissenschaftler, der sich gemeinsam mit den Mitgliedern des Fördervereins der Christkönigsschule Ndiakunwanta ehrenamtlich in Afrika engagiert, wollte sich mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten über die Schwerpunkte der Entwicklungs-Zusammenarbeit austauschen und war deshalb einer Einladung in dessen Sprechstunde nach Nagold gefolgt.

Von dem Projekt in Ndiakunwanta-Uno profitieren 350 Kinder. Mit einer zusätzlich installierten Photovoltaikanlage werden vor allem die Rechner im Computerraum der Schule versorgt. Finanziert wird die nigerianische Bildungseinrichtung über den Förderverein, in dem sich auch Pfarrer Charles Okereke engagiert. Fuchtel bedankte sich bei Familie Lachenmaier für ihr „großartiges Engagement in Nigeria“. Derartige Projekte in Afrika würden zu mehr Bildung beitragen und den jungen Leuten in ihrer Heimat Perspektiven eröffnen.

Die beiden Gesprächsteilnehmer tauschten sich auch zu Fragen der Formalitäten bei Transporten derartiger Hilfsgüter und zu möglichen Hilfestellungen aus. Fuchtel verwies dabei auf Engagement Global, die sich im Auftrag der Bundesregierung in Projekte einbringt. Die vom BMZ finanzierte Hilfsorganisation verfolgt das Ziel, mehr Bürgerinnen und Bürger für entwicklungspolitisches Engagement zu gewinnen. Unter ihrem Dach setzen sich Einrichtungen und Initiativen aktiv in der entwicklungspolitischen Arbeit für ein gerechtes globales Miteinander ein. Die Organisation helfe nicht nur beim Transport von Spendenmitteln in Entwicklungsländer, sondern sorge darüber hinaus für Entspannung bei den Formalitäten, so Fuchtel, bis hin zur Zollabfertigung. In diesem Zusammenhang informierte der Staatssekretär auch über den Senior Experten Service (SES), der praktische Hilfe durch den Einsatz Ehrenamtlicher leistet.

Fuchtel und Lachenmaier sind sich einig, dass sich der von Hans-Peter Teufel geleitete Runde Tisch zur Entwicklungszusammenarbeit im Nordschwarzwald (RuTi) als ideale Anlaufstelle für in der Entwicklungs-Zusammenarbeit ehrenamtliche Engagierte und alle Hilfsorganisationen in der Region etabliert hat. Er geht auf eine Initiative des Parlamentarischen Staatssekretärs zurück.

Zum Schluss des Gesprächs stimmten beide überein: „Dieser Kontakt hat sich einmal mehr gelohnt!“

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