04.07.2017

Auf außergewöhnlichen Forst-Wegen

Deutsch-Ukrainische Konferenz: Friedrich Haug auf Vorschlag von Staatssekretär Fuchtel Berichterstatter in Lemberg

Pfalzgrafenweiler: Es war die Deutsch-Ukrainische Kommunale Partnerschaftskonferenz, zu der sich Friedrich Haug auf den Weg nach Lemberg (Lwiw) machte. Bei der zweiten Auflage informierte der Forstfachmann auf Vorschlag von Hans-Joachim Fuchtel in der ukrainischen Universitätsstadt über die außergewöhnlichen, europäischen „Forst-Wege“, die seit 2004 beschritten werden. 

 

Als Friedrich Haug aus Pfalzgrafenweiler in Lemberg ans Rednerpult tritt, hören ihm auch Gäste aus dem benachbarten Rumänien und Polen interessiert zu. Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), ist der Initiator dieser Begegnungen zwischen kommunalen Vertretern aus Deutschland und der Ukraine.

Der CDU-Politiker möchte, dass der sehr erfolgreiche Partnerschaftsweg zwischen Freudenstadt und Lemberg eine Verlängerung bekommt, nachdem auch schon schweizerische und französische Forstfachleute von der europäischen Initiative profitiert haben. Deshalb hatte die Hilfsorganisation Engagement Global die zweite Konferenz mit über 170 Teilnehmern unter den Arbeitstitel „Herausforderungen und Synergieeffekte durch partnerschaftliche Zusammenarbeit im Rahmen von Dreieckspartnerschaften“ gestellt.

Wie solche Partnerschaften entstehen und was sie leisten können, beleuchtete Friedrich Haug infolgedessen vor internationalem Auditorium. Das Projekt „Vom Karpatenurwald zum Schwarzwald“ geht auf eine Europatagung in Zürich zurück, berichtete der Dozent. Vor 15 Jahren vereinbarten der inzwischen verstorbene Freudenstädter Forstdirektor Günther Groß und der Lemberger Waldbau-Professor Vasyl Lavnyy, die Kontaktfreude der europäischen Forstfamilie auf die Probe zu stellen. Schon zwei Jahre danach fand die erste Forstexkursion aus Baden-Württemberg in die Karpatenurwälder statt. Wiederum drei Jahre später trafen zum ersten Mal 16 Forststudentinnen und Forststudenten aus der Ukraine zu einem Schwarzwald-Besuch in Freudenstadt ein.

„Das war der Startschuss zu einem fruchtbaren Dialog“, stellte Haug fest. Dabei legte er seinen Zuhörern ans Herz, sich verstärkt in das Projekt einzubringen, „das für beide Seiten bis heute sehr nützlich ist.“ Inzwischen hat Haug sogar die Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg ins Boot geholt, die in diesem Jahr erstmals 32 Studenten nach Lemberg schickt. Auch haben bereits Forststudenten aus dem bayerischen Weihenstephan und aus der Schweiz von den Aktivitäten profitiert.

„Es ist wichtig, dass unsere Förster über den Tellerrand schauen“, ist der Forstfachmann aus Pfalzgrafenweiler überzeugt, der dem Abgeordneten Hans-Joachim Fuchtel dankbar dafür ist, dass dieser die deutsch-ukrainische Partnerschaft auch im Bereich der Forstwirtschaft ausgestaltet. Der Politiker habe sich schon vor seiner Berufung zum Parlamentarischen Staatssekretär für den Forst engagiert und vor über 30 Jahren an Exkursionen zum Waldsterben in den Osten teilgenommen, um über die forstlichen Belange umfassend informiert zu sein, erinnert sich Haug.

Was der Austausch in der Praxis bringe, seien zufriedene und hochmotivierte Studenten, weiß Haug aus Erfahrung, deren Exkursionen größtenteils über Spendengelder finanziert werden. Außerdem liefere die Partnerschaft regelmäßig Denkanstöße zu den sehr unterschiedlichen waldbaulichen Rahmenbedingungen in der Ukraine und in Baden-Württemberg.

INFO

Im Rahmen des Projekts werden Mitte Juli schon zum 11. Mal Studenten der ukrainischen Forstuniversität Lemberg in Freudenstadt erwartet. Weitere Kommunen für den forstwirtschaftlichen Austausch, der in vollem Umfang gefördert wird, werden im Nordschwarzwald gesucht. Nähere Informationen dazu gibt es vom CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel unter Telefon 07453/91323 oder per Mail:hans-joachim.fuchtel.wk@bundestag.de.

 

fuhaug 

 

Über den Erfolg der Forst-Partnerschaft zwischen Freudenstadt und Lemberg berichtete Friedrich Haug aus Pfalzgrafenweiler bei der Deutsch-Ukrainischen Kommunalen Partnerschaftskonferenz in Lemberg.

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