07.07.2017

Nagold jetzt mit großem Bruder

Wachsende Kirche und grüner Hörsaal / OB Großmann in Frankfurt / Initiative von Staatssekretär Fuchtel

Nagold / Frankfurt. Der Name Nagold fiel an prominenter Stelle: Als der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel auf dem Campus der Goethe-Universität Frankfurt den „Grünen Hörsaal“ einweihte, nahm er Bezug zur „kleineren Schwester“ in Nagold, die „Wachsende Kirche“ im Stadtpark „Kleb“. Auch Oberbürgermeister Jürgen Großmann hielt eine vielbeachtete Ansprache auf dem Universitätsgelände in der Banken-Metropole. 

 

Dazu hatte die Präsidentin der Universität, Professorin Birgitta Wolff, das Nagolder Stadtoberhaupt nach Frankfurt eingeladen. Der „Grüner Hörsaal“ sei als jetzt jener Ort auserkoren worden, an dem das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einmal im Jahr stellvertretend für die gesamte Jugend Deutschlands über den Fortschritt bei der Umsetzung der „Agenda 2030“ berichten werde, betonte der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel. Begleitet werde dieses Ereignis mit ganzjährigen Veranstaltungsreihen und weiteren Aktivitäten, wie Reden prominenter Persönlichkeiten auch aus dem Ausland.

„Wir müssen unkonventionelle Wege gehen, um das Bewusstsein auf die 17 Einzelziele zu lenken, zu der sich die Staaten der Welt Ende 2015 verpflichtet haben“, so der Staatssekretär aus dem Nordschwarzwald in Frankfurt. Derzeit seien diese Ziele lediglich neun Prozent der Bürger bekannt. „Nur wenn es hierfür höhere Aufmerksamkeit gibt, kann daraus eine breit angelegte Bewegung entstehen.“

An Prominenz mangelte es auf dem Frankfurter Campus nicht: vom hessischen Wissenschaftsminister Boris Rhein bis zu Mitgliedern des Präsidiums der Deutschen Bundesbank, darunter Vorstandsmitglied Dr. Andreas Dombret. Sie würdigten in der Menge der Studenten das Ereignis als „ein Zeichen zum Aufbruch und die Einbeziehung der Jugend“ so Minister Rhein. Da versteht es sich, dass seitens der Universität bereits vielfältige Ideen wachsen, wie die Projektbeauftragte Professorin Dr. Brigitte Haar als Vizepräsidentin für Internationalisierung der Goethe-Universität vortrug.

Daran schloss Oberbürgermeister Großmann mit einer ideenreichen Ansprache beim „großen Bruder“ an. Die wachsende Kirche in Nagold sei gut gewähltes Vorbild, das vielfältig genutzt werde. Großmann zeigte Perspektiven beim Einsatz von Holz auf, selbst kühne Überlegungen wie die Gestaltung von Brücken sollte man anstoßen. Er dankte den Frankfurtern, dass Nagold „in dieser Liga“ mitspielen darf und bat darum, die „kleine Schwester“ auch bei den ganzjährigen Programmen mitwirken zu lassen.

Bevor es auf den Campus ging, fand vor interessiertem Publikum ein Symposium statt. Dabei stellten einzelne Studenten sehr lebendig dar, wie aus einer Idee ein großer Beitrag für die Entwicklungshilfe entsteht. Hans-Joachim Fuchtel abschließend: „Das Kleine, was Du tust, ist viel und hier entsteht Großes. Das BMZ hofft, dass vom Grünen Hörsaal auch viele Impulse für die Entwicklungs-Zusammenarbeit ausgehen.“ 

 

 

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 Start für den Grünen Hörsaal der Frankfurter Goethe-Universität nach Nagolder Vorbild mit (von links): dem hessischen Wissenschaftsminister Boris Rhein, dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel und Nagolds Oberbürgermeister Jürgen Großmann.

Foto: BMZ / Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

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