07.12.2011

Talentegifel mit hohem Stellenwert

Staatssekretär Fuchtel: IT-Hochburg noch ausbaufähig / Unternehmen der Region sollten teilnehmen

Deshalb fordert Fuchtel die Unternehmen der Region auf, an diesem Talentegipfel teilzunehmen. „Einerseits wird immer öfter über Nachwuchs gerade im IT-Bereich geklagt und auf der anderen Seite ist bei konkreten Maßnahmen nur ein verhaltenes Interesse festzustellen ist. Das passt nicht zusammen.“ Das Forum des IT-Talentegipfels sei ein hervorragendes Beispiel, dass schon für ganz junge Leute etwas geschieht.

Die Burg Liebenzell als IT-Hochburg Deutschlands habe in der Fachwelt zwischenzeitlich einen besonderen Stellenwert. Das sei auch für die Stadt Bad Liebenzell gut, denn deren Name komme in Verbindung mit modernen Fragestellungen nun in die nationale und internationale Presse. Fuchtel wörtlich: „Das muss man in der Region auch im touristischen Sinne nutzen!“

Der Staatssekretär machte zugleich Hoffnung für eine weitere Expansion der Idee. Zunächst sei das Thema IT ausbaufähig, denn es gebe viele junge Leute, die im Rahmen des Bundeswettbewerbs IT noch einbezogen werden können. Dies lasse eine neue, erweiterte Konzeption zu. Mit dem Herzstück, der IT-Hochburg Bad Liebenzell, könne man über die ganze Bundesrepublik dann bei den Einrichtungen der außerschulischen Jugendarbeit diesen Sektor neu beleben. Gleichzeitig sei die Einbeziehung aller sogenannten MINT-Fächer angezeigt. Fuchtel: „Hier spielt künftig der Markt“. Es sei in höchstem Maße begrüßenswert, dass sich der DEKRA-Konzern für die Idee geöffnet habe und ebenfalls mitwirke.

Abschließend wies Fuchtel darauf hin, dass weitgehende Weichenstellungen vollzogen werden, die überall in Deutschland in der Branche diskutiert werden. Und schließlich: „Wenn selbst der Bundesrechnungshof als Akteur dabei ist, dann kann es nicht das Schlechteste sein, was hier geboten wird!“

Die Idee des CDU-Bundestagsabgeordneten zur Errichtung der IT-Hochburg hat einen jahrelangen Vorlauf. Zunächst traf der Abgeordnete auf der ehemaligen Nagolder Messe einen Neunjährigen, der in kurzer Zeit eine Web-Seite zusammen bastelte. Auf seine Frage hin, mit wem er derartige Projekte übe, sagte der Junge, er habe virtuelle Freunde. Dies ließ Fuchtel nicht ruhen. Nachdem er zudem ein größeres Callcenter im Ausland besichtigt hatte, wo sich junge Studenten ihren Lebensunterhalt neben dem Studium verdienten, war sein Entschluss zum Handeln klar. Zusammen mit einer Mitarbeiterin bastelte der Parlamentarier am Konzept einer innovativen Idee. Junge Menschen sollten im Rahmen von Patenschaften mit Firmen frühzeitig gefördert werden.

Nach vielen Vorgesprächen gelang es Hans-Joachim Fuchtel dann, die Unterstützung der Bundesbildungsministerin zu erreichen, die auch Schirmherrin wurde. Seitdem arbeitet sich das Projekt kontinuierlich nach vorne. In diesem Jahr ist es erstmals gelungen, den IT-Gipfel mit Hilfe einer vollständigen Finanzierung durch die Wirtschaft zu organisieren.

[Druckversion]