21.08.2017

Wahlkampf mit Nachhaltigkeit

Treffpunkt Landgasthof: Mit Veranstaltungen bewusst Zeichen setzen / Fuchtel: To-do-Liste für Zeit nach der Wahl


Der historische GasthofDer historische Gasthof zum Löwen in Ebhausen. Foto: Gasthof Löwen

 

Calw/Freudenstadt. Seinen Wahlkampf verbindet der CDU-Politiker Hans-Joachim Fuchtel seit jeher mit einer Zielsetzung für die Zeit nach der Wahl. Diesmal stehen die Dorfgaststätten im Mittelpunkt der Veranstaltungen in der „heißen“ Wahlkampfphase.

Der Parlamentarische Staatssekretär: „Schon viel zu viele unserer traditionsreichen Gasthäuser sind verschwunden. Das waren früher wichtige Bestandteile des örtlichen Lebens. Das darf nicht sang- und klanglos so weitergehen.“ Die Initiative des Politikers: Zeichen setzen, sensibilisieren, neue Ideen einbringen. Und das wird die CDU bei 15 sogenannten „Gasthaus-Events“ machen.

Vor acht Jahren hatte Fuchtel die Jugend in ihren „Bauwagen“ besucht – immerhin an die 60 im Wahlkreis – und hatte sich deren Situation angehört. Nach der Wahl ergriff er die Initiative „Freunde der Bauwagen“, die bei Konflikten mit öffentlichen Stellen moderiert.

Vor vier Jahren hatte er sich der Burnout-Probleme angenommen, hatte Betroffene angehört. Daraus hat er den Verein Initiative Burnout (IBO) entwickelt, der zwischenzeitlich zum Nutzen Betroffener und ihrer Familien ein Netzwerk mit über 50 Therapeuten bietet.

Dieses Mal stehen die Dorfgasthäuser im Mittelpunkt. Hans-Joachim Fuchtel: „Ländlicher Raum braucht persönliche Kommunikation. Wir müssen mehr gegen das Verschwinden der teilweise über 100 Jahre alten Gasthäuser tun.“

Daher werden die Auftritte der CDU keine Wahlkampfversammlungen üblicher Art sein. „Wir werden das Anliegen in den Mittelpunkt stellen: Heimat leben, Herkunft und Zukunft beleuchten, aber auch die Initiative gegen Gleichgültigkeit ergreifen,“ betont Fuchtel, „darüber werden wir genauso sprechen wie über schnelles Internet, Elektro-Mobilität oder Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum – eben alles, was bei den Menschen vor Ort ankommt oder besser werden sollte.“

Und weiter: „Es ist freilich ein weiteres Experiment – wie auch die Male zuvor. Aber das muss der Sache wegen riskiert werden. Wir hoffen, dass die Bürgerinnen und Bürger den Ball aufnehmen: Wahlkampf mit Nachhaltigkeit. Dabei muss eine To-Do-Liste für die Zeit nach der Wahl herauskommen.“

Die Themenliste ist lang: Wo braucht es Nachfolger, wo müssen Rahmenbedingungen besser werden, wie können multifunktionale Verwendungen helfen, wo muss neuer Gemeinschaftsgeist entfaltet werden? Ein guter Wahlkampf muss in Hans-Joachim Fuchtels Augen „einen Mehrwert haben, dann lohnt sich der Einsatz doppelt!“

Mit diesem Gedankengerüst wendet sich die CDU auch an die Bürgerinnen und Bürger: Ideen sind gefragt und die Bereitschaft zum Mitmachen. Exemplarisch wirken 15 Gasthäuser mit. Mehr war terminlich neben den Veranstaltungen mit den Spitzenpolitikern und Fachreferenten nicht drin.

Weitere Anregungen an E-Mail: hans-joachim.fuchtel.wk@bundestag.de.

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