29.08.2017

Böffinger Bauernkapelle spielt auf

Treffpunkt Landgasthof: Dorfstüble steht im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe/ Fuchtel: Mit Herzblut für den Erhalt

Böffinger BauernkapelleDie Böffinger Bauernkapelle spielt beim Treffpunkt Landgasthof im Dorfstüble am 1. September um 19 Uhr in Glatten-Böffingen. Foto: Böffinger Bauernkapelle

Glatten-Böffingen. Das Dorfstüble ist diesmal der Veranstaltungsort des „Treffpunkt Landgasthof“ am Freitag, 1. September, ab 19 Uhr in Glatten-Böffingen. Live dabei: Die Böffinger Bauernkapelle spielt zur Unterhaltung auf.

Vor drei Jahren haben Michael Müller als Koch und seine Freundin Katharina Ruoß als Hotelfachfrau das Dorfstüble übernommen. Gemeinsam mit dem Koch Marcel Glöckner und bei Bedarf mit weiteren Aushilfskräften zeigen sie seit August 2014, wie es geht, einen Landgasthof erfolgreich zu betreiben, sagt die Besitzerin des Hauses, Lydia Grässler. Sie wird beim Treffpunkt Landgasthof am Freitag näher auf die Geschichte des Hauses eingehen, das 1789 als landwirtschaftliches Gebäude errichtet worden ist. Die Keimzelle der „Böffinger Musikanten“ wurde 1918 mit einer Trompete kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges gelegt.

„Das Dorfstüble ist ein Beispiel, wie junge Menschen mit Engagement und Herzblut durchaus Chancen sehen, in kleinen Orten, Landgasthöfe als Ort der Geselligkeit, Kommunikation und der regionalen Küche zusammen mit den Einwohnern lebendig zu erhalten“, sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel. Er hat die Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Landgasthof“ für den Erhalt und die Belebung der traditionellen Dorfgaststätten im Nordschwarzwald initiiert.

„Dabei wollen wir das Anliegen in den Mittelpunkt stellen: Heimat leben, Herkunft und Zukunft beleuchten, aber auch die Initiative gegen Gleichgültigkeit ergreifen,“ betont der Parlamentarische Staatssekretär. Darüber soll genauso gesprochen werden wie über schnelles Internet, Elektro-Mobilität oder Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum.

Seinen Wahlkampf verbindet der CDU-Politiker seit jeher mit einer Zielsetzung für die Zeit nach der Wahl. „Schon viel zu viele unserer traditionsreichen Gasthäuser sind verschwunden“, sagt Fuchtel, „das waren früher wichtige Bestandteile des örtlichen Lebens. Das darf nicht sang- und klanglos so weitergehen.“ Deshalb will er Zeichen setzen, sensibilisieren, neue Ideen einbringen. Denn „ländlicher Raum braucht persönliche Kommunikation.“

Ein guter Wahlkampf muss in Hans-Joachim Fuchtels Augen „einen Mehrwert haben, dann lohnt sich der Einsatz doppelt!“ Mit diesem Gedankengerüst wendet sich die CDU auch an die Bürgerinnen und Bürger: Ideen sind gefragt und die Bereitschaft zum Mitmachen. Exemplarisch wirken 17 Gasthäuser mit. An der Veranstaltung kann jeder teilnehmen. 

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