31.08.2017

Gröhes Besuch wertet Gesundheitsregion auf

Bundesgesundheitsminister in Schömberg / Fuchtel: Aussagen helfen ländlichem Raum / Maßnahmen zur Landarztversorgung

Gröhes Besuch wertet  Gesundheitsregion aufEintrag ins goldene Buch von Schömberg: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, flankiert vom CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel (links) und Bürgermeister Matthias Leyn (rechts). Foto: k-w

Schömberg. Nur über eine bessere, digitale Vernetzung lässt sich auf Dauer eine gute medizinische Versorgung bis in den ländlichen Raum sicherstellen. Das sagte Hermann Gröhe in Schömberg, wo der Bundesgesundheitsminister auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel im vollbesetzten Kinosaal der Klinik Schwarzwald sprach.

Der Bürgerinnen und Bürger erwarteten zu Recht, dass sie – unabhängig von Wohnsitz oder Einkommen – die Leistungen bekämen, die sie bräuchten, betonte Gröhe im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zur Sache konkret“. Dazu werde eine, wie von der CDU angestrebte, flächendeckende Breitbandversorgung entscheidend beitragen. Vor dem Hintergrund des Ärztemangels brauche das deutsche Gesundheitswesen außerdem eine Erhöhung der Medizin-Studienplätze.

Nur über gute Arbeitsbedingungen sowie die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf lasse sich der Arztberuf attraktiver ausgestalten, ist Gröhe überzeugt, der außerdem als eine der weiteren Maßnahmen die Abschaffung des Schulgelds für Mangelberufe wie in der Pflege forderte, und mehr Investitionen in die Bildungspolitik.

Gröhe habe mit seinen sachlichen Aussagen genau das unterstrichen, was dem ländlichen Raum in seiner medizinischen Versorgung weiterhelfe, betonte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel. Den Bundesgesundheitsminister habe er nicht zuletzt auch deshalb nach Schömberg eingeladen, um die Gesundheitsregion und die Reha-Landschaft aufzuwerten.

Nichtsdestotrotz brauche der ländliche Raum mehr denn je den kommunalen Schulterschluss, sagte Joachim Zillinger, Vorsitzender der CDU- Gemeinderatsfraktion. „Wir müssen uns selber helfen, auch wenn wir in unserer Region auf die politischen Vertretungen setzen dürfen.“

Im Anschluss an seinen Vortrag saß Gröhe mit Bürgermeister Matthias Leyn, Dr. Johannes Eckhard Sträßner, ärztlicher Direktor der Klinik Schwarzwald, Klaus Krebs, Geschäftsführer des Berufsförderungswerks, und Martin Wurster, Vorsitzender des Vereins Menschen helfen Menschen auf dem Podium, um unter Moderation von Alexander Heilemann Fragen aus dem Publikum zur Gesundheitspolitik zu beantworten.[Druckversion]