31.08.2017

Als Ensemble kulturell bedeutsam

Denkmalschutz: Rüdiger Kruse ist von Alpirsbacher Innenstadt angetan / Fuchtel bringt Denkmal-Experten mit

Als Ensemble kulturell bedeutsamDas Rathaus von Alpirsbach begutachteten (von links): der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel, CDU-Haushälter Rüdiger Kruse, der zum Vor-Ort-Termin aus Hamburg angereist war, Bürgermeister-Stellvertreter Holger Korneffel und Stadtbaumeister Bernd Hettich. Foto: k-w

Alpirsbach. Denkmalgeschützte Gebäude gibt es viele, sagt Rüdiger Kruse, „aber diesen Gesamteindruck finden wir nicht alle Tage.“ Der CDU-Haushälter im Deutschen Bundestag steht vor dem alten Rathaus von Alpirsbach und lässt sich Vorschläge für die Ausgestaltung zum kulturellen Gesamtensemble machen.

Dass er auf Einladung seines Bundestagskollegen Hans-Joachim Fuchtel durch die Klosterstadt marschiert, ist nicht selbstverständlich. Denn der Hamburger Experte für Denkmalschutz ist deutschlandweit ein gefragter Mann. Im Haushaltsausschuss des Bundestags zeichnet er für das Denkmalschutz-Sonderprogramm verantwortlich.

In der Vergangenheit hat der Bund damit die Sanierung eher national bedeutsamer Objekte in ganz Deutschland gefördert. Politiker wie Hans-Joachim Fuchtel haben aber auf eine Berücksichtigung des ländlichen Raums gedrängt. „Nur weil die Projekte viel kleiner sind“, sagt der Parlamentarische Staatssekretär, „darf man sie nicht einfach vergessen!“ Daher werden jetzt auch einige auserwählte Projekte bedacht, die Bedeutung für kleinere Kommunen und den ländlichen Raum haben.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete aus dem Nordschwarzwald, der den Haushälter bereits von der notwendigen Investition in die Buhlbacher Gläshütte überzeugen konnte, hatte sich unlängst mit Bürgermeister Michael Pfaff getroffe und über die Aufwertung des Altstadtensembles durch Verbesserung der baulichen und optischen Akzente des Rathauses gesprochen.

„Der Betrieb in diesem Gebäude wird immer schwieriger“, erläuterte beim Vor-Ort-Termin mit Rüdiger Kruse auch sein Stellvertreter Holger Korneffel, „die Sanierung muss dringend in Angriff genommen werden.“ Eine gute Gelegenheit, das Gesamtensemble besser zum Vorschein zu bringen.  

Unter den Arkaden des alten Rathauses, dessen Grundstock aus dem 16. Jahrhundert stammt, wurde früher Markt abgehalten. Nach einem Brand in 1940 wurde das Gebäude restauriert und aufgestockt. Dieser Zustand soll erhalten bleiben. Dankbar sei die Stadt vor allem dem Bundestagsabgeordneten Fuchtel, dass dieser Termin zustande gekommen sei, so Korneffel, der zumindest ein Hoffnungsschimmer dafür sei, dass die Stadt aufgrund der Gesamtanlage des Altstadtquartiers beim Bund Gehör finden konnte.

Nach dem ersten Eindruck des Denkmal-Experten Kruse, der vom gesamten Ensemble rund ums Kloster als „Juwel“ sprach, sei der erste Schritt eine ehrliche Analyse des Objektes. Dass die Klosteranlage und mit ihr die historische Altstadt von Alpirsbach kulturell bedeutsam und damit erhaltenswert sei, stehe für ihn außer Frage. Gegenstand von Bundesförderung könnten gegebenenfalls die durch den Denkmalschutz entstandenen Kosten sein, die möglicherweise dann durch einen Zuschuss reduziert würden. 

[Druckversion]