30.08.2017

Wo einst Gericht gehalten wurde

Treffpunkt Landgasthof: Auf den Spuren eines der ältesten Gasthäuser / Fuchtel: Mit Veranstaltungen Zeichen setzen

Wo einst Gericht gehalten wurdeDie fast 500-jährige Geschichte des Waldgerichts steht im Mittelpunkt des Treffpunkts Landgasthof am 2. September um 19 Uhr in Dornstetten-Aach. Foto: Gasthof Waldgericht

Dornstetten-Aach. Auf den Spuren eines der ältesten Gasthäuser im Nordschwarzwald macht sich die CDU im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Landgasthof“ am Samstag, 2. September, ab 19 Uhr im Waldgericht in Dornstetten-Aach. Außerdem werden alte Volksweisen angestimmt.

Das Fachwerkhaus ist eng mit der jahrhundertealten Historie der Region verknüpft und kann auf eine fast 500-jährige Geschichte zurückblicken. Davon wissen Wirtin Leane Hebestreit und Ortsvorsteher Hermann Friedrich eindrucksvoll zu berichten. An dieser Stelle wurde einst im Hof des früheren Gasthofs Sonne über kleinere Vergehen Gericht gehalten. Bei schlechtem Wetter zog man sich in die Wirtsstube zurück. Die „Freistatt-Hülse" ist heute noch im Innern des Waldgerichts zu sehen.

Das Waldgericht steht für natürliche Gastfreundschaft in einem sympathischen Landgasthaus, in der sich die Eigentümer ihre klassische, schwäbische Lebensart bewahrt haben. Bei der Veranstaltungsreihe der CDU steht der Erhalt und die Belebung der traditionellen Dorfgaststätten im Nordschwarzwald im Mittelpunkt, wobei das Waldgericht ein positives Beispiel ist.

„Wir wollen das Anliegen in den Mittelpunkt stellen: Heimat leben, Herkunft und Zukunft beleuchten, aber auch die Initiative gegen Gleichgültigkeit ergreifen,“ betont der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel. Darüber soll genauso gesprochen werden wie über schnelles Internet, Elektro-Mobilität oder Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum.

Seinen Wahlkampf verbindet der CDU-Politiker seit jeher mit einer Zielsetzung für die Zeit nach der Wahl. „Schon viel zu viele unserer traditionsreichen Gasthäuser sind verschwunden“, sagt Fuchtel, „das waren früher wichtige Bestandteile des örtlichen Lebens. Das darf nicht sang- und klanglos so weitergehen.“ Deshalb will er Zeichen setzen, sensibilisieren, neue Ideen einbringen. Denn „ländlicher Raum braucht persönliche Kommunikation.“

Ein guter Wahlkampf muss in Hans-Joachim Fuchtels Augen „einen Mehrwert haben, dann lohnt sich der Einsatz doppelt!“ Mit diesem Gedankengerüst wendet sich die CDU auch an die Bürgerinnen und Bürger: Ideen sind gefragt und die Bereitschaft zum Mitmachen. Exemplarisch wirken 17 Gasthäuser mit. 

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