11.09.2017

Deutsches Zimmerhandwerk hilft in Burundi

Entwicklungshilfe: Ernst Schleh führt Delegation / Helfende Hände bewältigen nächste Etappe

Deutsches Zimmerhandwerk hilft in BurundiHelfen in Burundi beim Bau eines Küchenhauses (von links nach rechts): die Ofenbauer Niklas Cybulla und Christoph Steudinger, Zimmerer Jonas Klumpp, Dipl. Bauingenieur Günter Seibold, der das Projekt angestoßen hat, Dr. Blaise Bisabwa aus Burundi, der momentan im Krankenhaus Freudenstadt praktiziert, Zimmermeister Ernst Schleh, Zimmerer Tobias Finkbeiner und Baufachmann Fritz Kirschenmann. Nicht auf dem Bild Maschinenbaumeister Karl-Friedrich Steudinger. Foto: Zimmerei Schleh

Baiersbronn / Nagold. Der Zimmermeister Ernst Schleh aus Baiersbronn führt die Delegation der Handwerker zur Fertigstellung des Küchenhauseses in Burundi an. Günter Seibold, Vorsitzender der „Helfenden Hände“ aus Nagold, hat für seinen Verein die Vorarbeiten geleistet und wird die Gruppe begleiten, die am 24. September ab dem Stuttgarter Flughafen startet.

Schon mehrmals war Ernst Schleh für die Helfenden Hände unterwegs. Er erinnert sich noch gut daran, wie ihn der einstige Initiator der Hilfsorganisation, Hans Joachim Fuchtel, als Bauhelfer begleitet hat. Dieser nahm die Gelegenheit eines Aufenthalts in Baiersbronn zum Anlass, Ernst Schleh und seinem Team für den Einsatz zu danken. „Hier wird gesellschaftliches Engagement gelebt und die Situation vor Ort wirksam verbessert", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Seit Jahren unterstützen die Helfende Hände Projekte in Burundi als Partnerland von Baden-Württemberg. Wegen der Unruhen musste die Zusammenarbeit reduziert werden. „Aber wir sind drangeblieben, und jetzt geht es wieder“, sagt Günter Seibold.

„Das Küchenhaus ist fertig, jetzt wird noch von uns ein fachgerecht gemauerter Ofen eingebaut und die Kücheneinrichtung mit Kacheln und ortsüblichem Inventar versehen“, berichtet Ernst Schleh. Dann sei vielen Menschen, vor allem Kindern, geholfen. Der Zimmermeister: „Es kann endlich menschenwürdig gekocht werden. Bis heute geschieht das Kochen auf dem Boden in einer Hütte. Für uns zehn Tage Arbeit, für die dortigen Menschen ein Quantensprung".

Die Helfenden Hände sind ein begehrter Partner. Durch ihre unmittelbare praktische Hilfe kommt Spendengeld direkt bei den Projekten an. Vor Ort wirken die Menschen an der Realisierung mit und werden von den Praktikern der Helfenden Hände weiter begleitet. Dadurch wird Nachhaltigkeit erreicht.

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