12.09.2017

Keinen Populismus unterstützen

Politikbrunch: Frauen diskutieren mit Hans-Joachim Fuchtel / Familienbetrieb bezieht meiste Zutaten aus Region

Keinen Populismus unterstützen Die Landfrauen und die Frauen Union im Kreis Freudenstadt hatten zum Politikbrunch in Zieglers Backstube nach Schopfloch eingeladen (von links): Pascale Peukert, Hans-Joachim Fuchtel, Roland Ziegler und Juliane Vees. Foto: pl

Schopfloch. „Die Alternative zu Merkel heißt Merkel“, betonte der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel beim Politikbrunch in Schopfloch, wozu die Frauen Union Freudenstadt und die Landfrauen aus dem Kreis Freudenstadt in Zieglers Backstube eingeladen hatten.

Seine interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer ermutigte der Parlamentarische Staatssekretär zum Haustürwahlkampf in der heißen Endphase des Wahlkampfes, denn: „Jetzt gilt´s!“ Er habe selbst schon 250 Haustürbesuche gemacht und werde damit bis zur Bundestagswahl am 24. September fortfahren. Auch sei es sinnvoll, konkret seine Bekannten ansprechen, um sie darum zu bitten, keinen Populismus zu unterstützen. Dessen Vertreter würden nur Hass und Angst schüren.

Zu Roland Ziegler sagte Fuchtel anerkennend: „Ich muss das würdigen, was Sie hier aufgebaut haben.“ Der Chef des Familienbetriebes in dritter Generation hatte zuvor ausgeführt, wie sich sein Unternehmen von denkbar kleinen Anfängen in 1924 zu einem heute leistungsstarken Netz mit deutlich über 20 Filialen entwickelt habe. Ziegler betonte, dass er möglichst viele Zutaten direkt aus der Region beziehe.

Präsidentin Juliane Vees vom Landfrauenverband Württemberg-Hohenzollern wies auf die hohe Dringlichkeit des Breitbandausbaus für die Betriebe im ländlichen Raum hin. Landwirte könnten Anträge und Formulare inzwischen immer häufiger nur noch digital ausfüllen. Dafür müssten oft auch große Bilddateien hochgeladen werden. Allein schon deshalb brauche sogar der letzte Schwarzwaldhof einen leistungsfähigen Internetzugang, so Vees.

Pascale Peukert, stellvertretende Vorsitzende der Frauen Union, dankte Fuchtel für seine Bereitschaft, auch in kleine Dörfer zu kommen, etwa beim Projekt „Landgasthöfe“. Diese hervorragend angenommene Veranstaltungsreihe richte den Fokus auf das Sterben traditioneller Gasthöfe im ländlichen Raum. Peukert erläuterte, dass Landgasthöfe dringend als „Dialog-Treffpunkte“ und zur „Lebendigkeit der Ortskerne“ erhalten bleiben sollten.

Fuchtel ließ sich eine der weitbekannten Ziegler-Brezeln schmecken, die noch in klassischer Backtradition von Hand geformt werden. Schließlich bemerkte er scherzend, dass dem breiten Angebot der Backstube eigentlich nur noch eines fehle: ein Brot mit eingearbeitetem CDU-Schriftzug.

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