16.09.2017

Arbeit vor und nach der Wahl

Bürgersprechstunde: Lebenshelfer und Fürsprecher zugleich / Fuchtel: Calwer Tunnel kommt / S-Bahn muss gebaut werden

Calw: Trotz eng getaktetem Terminkalender kümmert sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel auch im Endspurt zur Bundestagswahl um die persönlichen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. In seiner 289. Sprechstunde in Calw war er wieder als Lebenshelfer, Unterstützer, Berater und Fürsprecher in gesellschaftlichen wie politischen Fragen sowie den kleinen Dingen des Lebens gefragt. 

„Sie sind so gut wie meine letzte Hoffnung“, sagte eine ältere Dame, die sich in Gesundheitsfragen an den Parlamentarischen Staatssekretär wandte. Dieser hatte diesmal erstmals in den Nebenraum der Bäckerei Raisch in Calw-Oberriedt eingeladen. Ein guter Ort, an dem die Bürgerinnen und Bürger ungestört mit ihrem Abgeordneten sprechen können, stellte er nach gut zwei Stunden fest, während deren sich die Petenten wie beim Zahnarzt alle Viertelstunde die Klinike in die Hand gaben. Auch Bäckermeister und Stadtrat Udo Raisch verfolgte mit Bewunderung, wie viele Menschen sich einfanden.

Es ging unter anderem um Gesundheitsaspekte, landwirtschaftliche und soziale Fragen, aber auch um bürokratische Hürden und Verkehrsprobleme. Eine Petentin sprach für ein älteres Ehepaar vor. Der Ehemann ist schwer erkrankt und auf Hilfe angewiesen. Ihre Pflegekinder, zwei junge Männer vom Balkan, übernehmen diesen Part derzeit aktiv im Wechsel, bräuchten dafür auf Dauer jedoch ein Bleiberecht in Deutschland. „Sie sind kreativ und haben ein unheimliches Wissen“, sagte die Frau. Sie wird sich jetzt auf Anraten des Parlamentariers um einen regulären Arbeitsvertrag für die beiden Männer in Deutschland kümmern, damit sie bleiben und ihren Pflegeeltern helfen können.

Wann Schafhaltung empfindliche Probleme bereiten und warum eine ohne Genehmigung angepflanzte Christbaumkultur ganz schön teuer werden kann, waren ebenso Themen dieser Sprechstunde wie der Bau des Calwer Tunnels und der S-Bahn-Anschluss bis Calw.

„Die S-Bahn muss kommen“, unterstrich Hans-Joachim Fuchtel, aber im derzeitigen Stadium habe man als Bundespolitiker auf das Procedere keinen Einfluss. Was den Bau des „Calwer Tunnels“ anbelangt ist er auf jeden Fall zuversichtlich. Denn der zuständige Staatssekretär Rainer Bomba im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur habe ihm vor wenigen Tagen versichert: „30 Millionen Euro stehen bereit, sodass der Bau dadurch nicht gebremst werden wird!“ 

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