20.09.2017

Mit gleicher Akribie für die Umsetzung

Treffpunkt Landgasthof: Fuchtel stellt sich in Mühlen Fragen der Bürger / Laschinger zur Historie des „Adlers“ / Brücke ad portas

Mit gleicher Akribie für die Umsetzung IIAufmerksame Zuhörer fand der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel beim Treffpunkt Landgasthof in Mühlen, darunter auch der Freudenstädter Landrat Dr. Klaus Michael Rückert. Foto: k-w

Horb-Mühlen. Mit der gleichen Akribie wie bei den anderen, bereits realisierten Teilstücken der Bundesstraße Richtung Freudenstadt werde er sich auch für die baldige Umsetzung des Baus der Hochbrücke über dem Neckartal engagieren, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel am Dienstagabend in Mühlen, „sie ist sozusagen ad portas“. 

Im „Adler“ hatte sich der Parlamentarische Staatssekretär mit Bürgerinnen und Bürgern zum „Treffpunkt Landgasthof“ verabredet, um ein Zeichen für den Erhalt der dörflichen Infrastruktur zu setzen. „Es fehlt auf jeden Fall nicht am Geld!“ machte der Parlamentarische Staatssekretär deutlich, als er auf die Straßenplanungen im Landkreis angesprochen wurde. Die entscheidenden Weichen seien im Bundesverkehrsministerium unter seiner Mitwirkung gestellt worden. „Ganz wichtig aber war, dass alle Akteure an einem Strang gezogen haben“, sagte der Parlamentarier.

In diesem Zusammenhang erwähnte Fuchtel ausdrücklich den Freudenstädter Oberbürgermeister Julian Osswald, der mit dem Horber Raum gut kooperiert habe und das Ganze sehe. Fuchtel verwies auf den Bahnübergang bei Grünmettstetten, dessen Überquerung in Form einer Straßenbrücke durch das Eisenbahnkreuzungsgesetz finanziert werde. „Wir sind jetzt auf der Schlussgeraden“, betonte Fuchtel, weshalb er sehr optimistisch sei, „dass die Baufahrzeuge bald schon im Neckartal anrücken werden“.

Landrat Klaus Michael Rückert verwies auf die gute Zusammenarbeit mit dem Abgeordneten in Berlin: „Alle Schritte für den Straßenbau im Landkreis haben wir nur in enger Zusammenarbeit mit ihm erreichen können. Er setzt sich wirklich für uns ein!“ Zuvor hatte Michael Laschinger seinerseits den Landkreischef für dessen „gute und umsichtige Verkehrspolitik“ gedankt. Der ehemalige Kreisrat hatte die Geschichte des Adlers näher beleuchtet, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Dabei brachte er interessante Details ans Tageslicht. Nach seiner Heirat mit Anna Maria Gutekunst legte Johann Friedrich Gaus, Vorfahr des heutigen Adler-Wirts, 1871 den Grundstein für den Familienbetrieb, wie er heute noch exisitiert. In früheren Zeiten wanderten auch Bürger aus Mühlen wegen Armut nach Amerika aus und erhielten für die Reise sogar einen Zuschuss, damit sie sich überhaupt auf den Weg machten.

Wichtig war den Gästen in ihren Beiträgen, dass die Infrastruktur in der Region weiter vorankommt. Fuchtel verwies auf das Milliarden-Programm der Bundesregierung, mit dem dem ländlichen Raum neue Möglichkeiten in der Versorgung mit schnellem Internet möglich werden. „Erste Förderbescheide als Planungsraten sind im Nordschwarzwald bereits erteilt worden“, machte der CDU-Politiker deutlich. Die Breitbandversorgung, aber auch sein Ziel einer funklochfreien Zone im Nordschwarzwald, seien wichtige Bausteine, damit der ländliche Raum weiter vorankomme, sagte Fuchtel.

Genauso unabdingbar sei, sich noch mehr Gedanken um den Erhalt der ländlichen Infrastruktur zu machen. Dazu gehöre zum Beispiel die Dorfgastronomie als „Ort der Kreativität und der Ideen“, die ärztliche Versorgung sowie die Erneuerung der Bausubstanz in den Ortskernen.  

Überregionale Themen der sehr sachlichen Gesprächsrunde waren auch Fuchtels Einsatz in Griechenland, die Entwicklungspolitik, die Sorge um den zunehmenden Populismus und die Zukunft der Europäischen Union. „Deutschland braucht die EU und die EU braucht ein starkes Deutschland“, unterstrich Fuchtel. Der Erfolgsweg lasse sich allerdings nur mit Angela Merkel als Kanzlerin weiter ausbauen.

„Ich wollte einfach mal wissen, wofür Sie sich so einsetzen“, zog eine Bürgerin ihr persönliches Fazit, ehe sie sich auf den Nachhauseweg machte, „jetzt bin ich viel besser informiert.“ Und einer kam und versicherte: „Bisher SPD, aber sie haben mich und meine Familie heute für die Wahl der CDU gewonnen!“

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