23.09.2017

Treffen im Interesse der Humanität

Bischofsbesuch: Martin Happe dankt Fuchtel für Arbeit der Helfenden Hände in Mauretanien

Treffen im Interesse der Humanität Schätzen die Arbeit der Helfenden Hände in Mauretanien sehr (von links): Victor Ndione, Betram Bolz, Bischof Martin Happe und der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel. Foto: k-w

Altensteig / Waldachtal. Auf Heimaturlaub in Deutschland legte Martin Happe, katholischer Bischof in Mauretanien, am Donnerstag kurzfristig einen Stopp in Altensteig ein. Dem kirchlichen Würdenträger war es ein wichtiges Anliegen, dem Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel stellvertretend für alle Mitglieder des gemeinnützigen Vereins „Helfende Hände“ zu danken, an dessen Spitze Günter Seibold aus Salzstetten steht.

Happe, der von dem Calwer Diakon Bertram Bolz von der Seelsorgeeinheit Calw/Bad Liebenzell und Victor Ndione aus Senegal begleitet wurde, schätzt nach eigenen Worten die Arbeit der „Helfenden Hände“ in Afrika sehr. Vor allem hätten die Vereinsmitglieder in der Vergangenheit umfangreiche medizinische Hilfe geleistet und die Transporte vom dringend benötigten Hilfsgütern fachmännisch organisiert. „Die Menschen in Mauretanien schätzen diese Unterstützung sehr“, sagte Happe im Privathaus des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel, dessen Netzwerkkontakte bis in die katholische Ordensgemeinschaft der „Weißen Väter“ reicht. Dieser Gesellschaft der Missionare von Afrika gehört auch Bischof Happe an.   

Fuchtel seinerseits zeigte sich sehr erfreut darüber, dass neben dem von ihm initiierten Verein auch der Calwer Diakon Betram Bolz die gemeinnützige Arbeit in Mauretanien unterstützt. Bei dem Gespräch erinnerte sich Happe noch sehr gut an die Auftritte der Stammheimer Musikkapelle in Mauretanien. Vor Jahren hätten sie in der Hauptstadt Nouakchott, wo er seinen Sitz hat, ein Konzert in der dortigen katholischen Kirche gegeben. Gegenwärtig, berichtete Happe von seinen aktuellen Projekten, beschäftige er sich mit Berufsbildungsprojekten für junge Mauretanier, wobei er für die laufenden Kosten dringend auf Spendengelder angewiesen sei.

Happe wirkt seit 1995 in Mauretanien. Der Bischof, der aus dem Münsterland stammt, wurde 2009 mit der Bernhard-Kleinhans-Plakette für sein soziales Engagement, seine unvoreingenommene Haltung zum Islam und sein Wirken für Migranten und deren Hinterbliebenen ausgezeichnet. Happe zeichnet für 12 Priester und 30 Ordensschwestern verantwortlich. Die Katholische Kirche in Mauretanien, der er vorsteht, zählt etwa 5000 Gläubige.

Der Bischof hat sich die Versorgung von afrikanischen Flüchtlingen, die in den Kirchen Mauretaniens Asyl bekommen, zur Hauptaufgabe gemacht. 

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