10.11.2017

Einzigartiger Erfolg in Europa

Rekordbeteiligung: Deutsch-Griechische Versammlung trägt Fuchtels Handschrift / 7. Jahreskonferenz in Sindelfingen

Einzigartiger Erfolg in EuropaDer Präsident des Zentralverbandes der Städte in Griechenland (KEDE), Dr. Georgios Patoulis, trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Sindelfingen ein. Hinter ihm stehen: KEDE-Vizepräsident Dimitrios Kafantaris, Roger Kehle, Präsident des Gemeindetages Baden-Württemberg, Dr. Petros Tatoulis, Gouverneur der Region Peloponnes, der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer und Konstantinos Athanasiadis, Vorsitzender der Griechischen Gemeinde Sindelfingen-Böblingen. Foto: k-w

Sindelfingen / Calw / Freudenstadt. Ihre Arbeit ist einzigartig in Europa. Doch welche Bedeutung die Deutsch-Griechische Versammlung (DGV) für das Zusammenwirken hat, zeigt die Rekordbeteiligung bei der 7. Jahreskonferenz in Sindelfingen. Unter den 500 Teilnehmern auch der CDU-Politiker Hans-Joachim Fuchtel. „Quelle aller Aktivitäten“ nannte ihn Dr. Georgios Patoulis, Präsident des Zentralverbandes der Städte in Griechenland (KEDE), bei der Pressekonferenz in der Stadthalle.

Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Calw/Freudenstadt gilt als Motor dieser positiven Entwicklung, die die Kommunen als Basis deutsch-griechischer Freundschaft enger zusammenschweißt. „Wir sind sehr gute Freunde geworden und können Erfolge vorweisen, weil Frauen und Männer von Anfang an fest von der Idee überzeugt waren“, betonte Roger Kehle, Präsident des baden-württembergischen Gemeindetages, der auf 60 feste Partnerschaften verwies. „Das hat uns niemand zugetraut“, so Kehle. Als Beauftragter seitens des Bundes für die DGV habe der Parlamentarische Staatssekretär das Projekt maßgeblich vorangetrieben.

Vor allem der Transfer kommunalen Wissens trage nachhaltig zu dieser Erfolgsgeschichte bei, anerkannte Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer, der sich „beeindruckt von der Entwicklung der DGV“ zeigte. Sindelfingen bringe sich in die Reihen der DGV-Kommunen ein, weil die Stadt eine sehr aktive griechische Gemeinde habe.

Die zurückliegenden 12 Monate gingen als „besonders konstruktives Jahr“ in die Geschichte der DGV ein, betonte Dr. Georgios Patoulis, denn die Zusammenarbeit habe für beide Seiten „wichtige Spuren“ hinterlassen. Doch was wäre die Vereinigung ohne Fuchtels Ideen, der sich unermüdlich für den Wissenstransfer zwischen beiden Ländern einsetze und dieser Freundschaft weitreichende Perspektiven gebe.  Der Erfolg der DGV basiere auf kommunaler, wirtschaftlicher und touristischer Zusammenarbeit.

„Es ist an der Zeit, die privaten deutsch-griechischen Netzwerke, die bis in die Heimatländer reichen, zu nutzen“, unterstrich Hans-Joachim Fuchtel. „Deshalb gehen wir hoffnungsvoll die nächsten Schritte an“, so der Initiator. Dass die 325 griechischen Kommunen zu einem Drittel in Sindelfingen vertreten sind, sei „ein starkes Zeichen dafür, dass die DGV von einer vertrauensvollen Basis und fruchtbaren Ergebnissen geprägt ist.“ 200 Delegierte aus ganz Griechenland nehmen bis Samstag an der Konferenz teil.

Vergessen dürfe man nicht das Engagement der Ehrenamtlichen, so Fuchtel. Es stimme ihn hoffnungsfroh, dass es so viele europagesinnte Menschen gebe, „die sehen, wie wichtig diese Arbeit ist“. Faszinierend sei auch, wie breit die Initiative von deutschen Bürgermeistern und Landräten unterstützt werde, „denn davon lebt unsere Arbeit“, die ein Beitrag zur Erneuerung Europas sei.

Auch wenn der Zug am Anfang nur langsam Fahrt aufgenommen habe, so habe er mit den Jahren doch mächtig an Tempo zugelegt, betonte Dr. Petros Tatoulis. „Wir haben es geschafft, dass politische Klima umzukehren und unsere Völker zusammenzubringen“, sagte der Gouverneur der Region Peloponnes. Vor allem biete die DGV dem Populismus Paroli. „Am Ende wird sich zeigen“, so Tatoulis, „was für ein Geistesblitz die DGV ist, weil sie beiden Seiten Nutzen bringt.“

Mit ihrer 8. Jahreskonferenz 2018 auf Lesbos wollen die Akteure der DGV ein Zeichen in Europa setzen. Denn diese Insel trage die größte Last der Flüchtlingsströme. „Wir müssen auch diese Probleme erkennen, analysieren und lösen“, sagte Tatoulis. 

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