12.03.2012

Politiker hat Stress und braucht Geduld

Ann-Kathrin Linder in Fuchtels Abgeordnetenbüro / Eine aufregende Praktikumswoche / Man muss es erst erlebt haben

Ann-Kathrin Linder in Fuchtels Abgeordnetenbüro Eine aufregende Woche erlebte die Gymnasiastin Ann-Kathrin Linder aus Schömberg als Praktikantin im Altensteiger Wahlkreisbüro des Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel.

Schömberg. Diese Woche wird Ann-Kathrin Linder ihr Leben lang in Erinnerung bleiben. Denn so aufregend wie sie begann, schreibt die 15-jährige Gymnasiastin aus Schömberg, ging sie auch zu Ende. Ihr Praktikum im Rahmen der Berufsorientierung am Gymnasium (BOGY), das sie im Wahlkreisbüro des Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel absolvierte, startete nach ihren eigenen Worten „mit einem Sprung ins kalte Wasser“.

Denn gleich am ersten Tag durfte sie den 60. Geburtstag des Politikers mit erleben. „Anfangs war ich ziemlich nervös, denn ich sollte den Telefondienst im Büro übernehmen. Außerdem kamen ständig Anrufe an und weitere Gespräche warteten bereits in der Leitung“, so Ann-Kathrin Linder, „aber nach einigen Telefonaten legte sich die Aufregung“. Es habe sie natürlich sehr gefreut, „gleich am ersten Tag so viel Verantwortung übertragen zu bekommen“.

Abends durfte Ann-Kathrin Linder mit zur Geburtstagsfeier, wo sie viele bekannte Gesichter wie den Alt-Ministerpräsidenten Erwin Teufel, den CDU-Landesvorsitzenden Thomas Strobl und Abgeordnete wie Daniel Caspary (Europaparlament) oder Thomas Blenke (Landtag) sah.

Nach der totalen Hektik begann am anderen Tag langsam wieder Normalität ins Abgeordnetenbüro einzukehren. Die junge Schömbergerin registriert Pressemitteilungen, überwacht die Terminplanung und erledigt alltägliche Büroarbeiten. „Mir wird sehr schnell klar, dass einem Politiker kein Fehler unterlaufen darf. Alles, was er macht und sagt, ist von großer Bedeutung.“ So aufregend wie die BOGY-Woche begann, endet sie auch wieder, als der Bundespräsident zurücktritt. „Ich habe das mit großem Interesse verfolgt“, sagt Ann-Kathrin Linder, „denn es war ein Ereignis von politischer Bedeutung, das in unsere Geschichte eingeht.“

Was der Gymnasiastin besonders an ihrem Praktikum gefallen hat: „Ich durfte alleine kleine Aufgaben erledigen.“ Außerdem habe ihr die Woche gezeigt, wie eng Presse und Politik in Kontakt stehen. „Auch die Zusammenarbeit untereinander hat mir sehr gut gefallen, denn nur so kann ein solcher Beruf mit einer so großen Verantwortung erfolgreich funktionieren.“ Und noch eine Erfahrung hat sie gemacht: „Die Arbeit eines Politikers ist ziemlich stressig und fordert unheimlich Geduld, vor allem Zeit. Ich glaube, das übersehen viele Bürger“. Ann-Kathrin Linder: „Man muss jeden Tag 100 Prozent geben und immer die richtige und passende Antwort zur Hand haben.“ Deshalb habe sie „großen Respekt vor der Arbeit von Hans-Joachim Fuchtel und seinem Team.“

Was ihr am Politikerberuf besonders gefällt? „Die Möglichkeit, Veränderungen vorzunehmen sowie die Nähe zu den Bürgern.“ Ihr Fazit: „Ich bin sehr froh und dankbar, Einblick in das Leben eines Politikers gehabt zu haben. Meine Eindrücke und Erfahrungen aus dieser Woche sind einfach klasse.“ Und in noch einem Punkt sieht sie sich bestätigt: „Für mich ist das Thema Politik sehr wichtig, da ich finde, dass Politik über die Zukunft eines jeden entscheidet“.

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