19.06.2012

Verkehrte Welt zwischen Haiterbach und Stuttgart

CDU-Politiker: Keinerlei Verständnis / Grün-Rot will keine L355 neu

Haiterbach / Horb. Keinerlei Verständnis findet bei den CDU-Abgeordneten Hans-Joachim Fuchtel, Thomas Blenke, Norbert Beck sowie bei Oberbürgermeister Peter Rosenberger (Horb) und Bürgermeister Andreas Hölzlberger (Haiterbach) die Haltung der grün-roten Landesregierung zur Initiative für eine bessere Anbindung des Raumes Pfalzgrafenweiler und Haiterbach an das überörtliche Straßennetz. Jetzt kommt eine grundsätzliche Absage von der grün-roten Landesregierung. Neue Straßenbaumaßnahmen werde es voraussichtlich erst wieder ab 2014/15 geben.

Zuletzt hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel die Initiative der Städte Horb und Haiterbach aufgegriffen und beim Land eine Einschätzung der Realisierung abgefragt. Schon seit mehreren Generationen gibt es im Raum Haiterbach den Ruf nach einer besseren Straßenanbindung an den Raum Haiterbach. Vor Ort hatte man zuweilen schon recht konkrete Vorstellungen entwickelt und zur Diskussion gestellt. Auch für die Horber Teilorte Altheim und Talheim könnten mit dieser Maßnahme die notwendigen Entlastungen der Ortsdurchfahrten erreicht werden.

Es gebe keine Überlastung des vorhandenen Straßennetzes im Raum Haiterbach und Horb, lässt Grün-Rot aus Stuttgart allerdings wissen. „Wir dachten, wir sind im falschen Film“, erklärten die Politiker der CDU übereinstimmend mit den Stadtoberhäuptern der beiden Städte. „Seit Jahren vergeht kein Besuch in Haiterbach, ohne dass das Thema angesprochen wird“, wissen Fuchtel und Blenke. Die Haltung aus Stuttgart sei völlig unverständlich.

Die weitere Entwicklung des Raumes Haiterbach werde dadurch vernachlässigt. „Das wird in den nächsten Jahren noch deutlich werden“, äußern sich Fuchtel und Blenke besorgt.

Bürgermeister Andreas Hölzlberger und Oberbürgermeister Peter Rosenberger hätten nicht ohne Grund den Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel eingeschaltet, unterstreichen beide. Denn das Projekt tangiere zwei Landkreise. Sie seien Hans-Joachim Fuchtel sehr dankbar, dass er die Haltung der Landesregierung abgefragt habe.

Die Antwort sei eine große Enttäuschung: „Jetzt wo die Hochbrücke konkret wird, ist es der richtige Zeitpunkt, auch die Verbesserung der Anbindung der gesamten Region anzustreben. Das zeigt politischen Weitblick“. Diesen könne man der grün-roten Landesregierung nicht attestieren. Wenn es nach der jetzigen Landesregierung gehe, würden die Verbesserungspotenziale völlig unzureichend genutzt. Die CDU-Politiker: „Hier sieht man die Wende zum Nachteil des ländlichen Raumes“.

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