26.06.2012

Trendwende ist da

Wirtschaftswachstum beschert Jugend viele gute Chancen / Fuchtel: Zusätzliche Auszubildende durch neue Wege

Nagold / Calw / Freudenstadt. Das überdurchschnittliche Wirtschaftswachstum in 2011 sowie der von Bundesregierung, Ländern und Wirtschaft initiierte Nationale Ausbildungspakt haben im Nordschwarzwald zu einer klaren Trendwende geführt. Das betont der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel mit Blick auf den Ausbildungsstellenmarkt der Nagolder Agentur für Arbeit. Aktuell gibt es in den Landkreisen Freudenstadt und Calw mehr Ausbildungsangebote als Bewerber.

Demnach kommen auf die Jugendlichen, die bislang noch keinen Ausbildungsplatz im Berichtszeitraum für 2011/12 gefunden haben,  statistisch gesehen nach den neusten Zahlen 1,2 unbesetzte Lehrstellen. Im Vorjahr, als sich die Trendwende durch die gute Arbeit der Bundesregierung nach den Worten des Abgeordneten bereits abzeichnete, war das Verhältnis mit 1,05 schon ausgeglichen. Doch vor zwei Jahren kamen auf jeden unversorgten Bewerber um einen Ausbildungsplatz nur 0,77 Angebote. Seine damaligen Prognosen seien trotz aller Unkenrufe der Opposition eingetroffen.

Bundesweit stieg die Zahl der neu abgeschlossenen betrieblichen Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 539646, so Fuchtel. Zudem konnte die Zahl der sogenannten Altbewerber bundesweit um 5,7 Prozent weiter reduziert werden. Derart positive Ergebnisse seien auch ein großer Verdienst der Ausbildungsbetriebe, lobt der Staatssekretär den Mittelstand und das Handwerk. „Diese Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Fuchtel, „die Arbeit der Regierungskoalition trägt Früchte.“

Die Trendwende bringe neue Herausforderungen. 932 Ausbildungsstellen im Bereich der Nagolder Agentur für Arbeit konnten bislang nicht besetzt werden. Das deute natürlich auch auf erste Anzeigen der demografischen Entwicklung hin. „Künftig werden immer weniger Auszubildende am Markt zur Verfügung stehen“, so Fuchtel. Darauf muss mit neuen Wegen reagiert werden.

Hilfsreich seien beispielsweise Know-how-Partnerschaften auf regionaler Ebene. „In Calw und Freudenstadt haben wir mit der Handwerkerbrücke nach Sandanksi bereits einen wichtigen Schritt unternommen, um neue Wege zu gehen“, betonte der Bundestagsabgeordnete. Damit sollen junge Menschen für eine Ausbildung im Nordschwarzwald begeistert werden. Auch Spanien und Griechenland sind bei dieser Initiative, für die sich Verwaltungen, Schulen und Unternehmen gemeinsam engagieren, im Gespräch.

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