29.06.2012

Kreishandwerker steigen Bahnchef aufs Dach

Ganzer Abend mit Dr. Rüdiger Grube / Staatssekretär Fuchtel: Nur Trasse direkt zum Flughafen / Gäubahn diskutiert

Kreishandwerker steigen Bahnchef aufs Dach Auf dem Dach des Bahntowers in Berlin trafen sich die beiden Kreishandwerkerschaften aus Calw und Freudenstadt mit Bahnchef Dr. Rüdiger Grube und Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel. Foto: Guth

Calw / Freudenstadt / Berlin. Im 26. Stock des Bahntowers hoch über Berlin trafen sich die Kreishandwerkerschaften aus Calw und Freudenstadt zum Abendessen mit Bahnchef Dr. Rüdiger Grube unter Teilnahme des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel. Hauptthema war die direkte Anbindung des Nordschwarzwaldes an den Stuttgarter Flughafen.

Mehr Kunden als die Luftfahrt im ganzen Jahr befördert die Deutsche Bahn an einem Tag unterstrich Grube, der auch ansonsten einen hochinteressanten Einblick in das Unternehmen gab. Er hob die Bedeutung des Handwerks in Deutschland hervor. Die Bahn sei mit der Personenbeförderung und dem Warentransport ihrerseits wichtiger Wirtschaftspartner für Handwerk und Industrie. 

Wenn der Nordschwarzwald davon profitieren wolle, brauche er allerdings gute und schnelle Bahnverbindungen, machte der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel mit Blick auf die aktuelle Diskussion um die Anbindung des Stuttgarter Flughafens an Stuttgart 21 deutlich. „In unseren Landkreisen Calw und Freudenstadt sind wir sehr erfolgreich und unsere Betriebe leisten gute Arbeit. Um diesen Erfolg auszubauen, sind schnelle Verbindungen zum internationalen Flughafen unserer Landeshauptstadt unabdingbar“, so Fuchtel. „Das ist nicht nur für die klein- und mittelständischen Unternehmen enorm wichtig, sondern gilt ganz besonders für den Nordschwarzwald als Tourismusregion.“

Die Diskussion mit den Kreishandwerkern drehte sich auch um die Bahnanbindung der Städte Calw und Nagold an das Stuttgarter Drehkreuz. Hier versprach der Konzernbevollmächtige der Deutschen Bahn AG für Baden-Württemberg, Eckart Fricke, dass er den Dialog in beiden Landkreisen weiterführen wolle. „Wir müssen gemeinsam dafür kämpfen, dass unsere Region auf der Schiene gut vernetzt ist“, ließ der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel nicht locker.

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