02.07.2012

Staatssekretär persönlich am Flughafen

Hans-Joachim Fuchtel begrüßt junge Bulgaren / Andreas Bombel vertritt die Stadt Freudenstadt / Ausbildungsbrücke kommt voran

Staatssekretär persönlich am Flughafen Am Stuttgarter Flughafen begrüßten gestern Nachmittag Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (Achter von links) und CDU-Stadtrat Andreas Bombel (Zweiter von rechts) die bulgarische Delegation zur Eröffnung der Ausbildungsbrücke zwischen Sandanski und Freudenstadt.

Freudenstadt / Stuttgart. Die Ausbildungsbrücke zwischen Freudenstadt und Sandanski haben am Montag erstmals fünf junge Bulgaren überschritten. Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Ideengeber dieses für den Nordschwarzwald  bedeutenden Projekts,  ließ es sich nicht nehmen, die jungen Gäste persönlich am Stuttgarter Flughafen willkommen zu heißen. CDU-Stadtrat Andreas Bombel vertrat die Stadt Freudenstadt.

In Baden-Württemberg ist es das erste Projekt diese Art. Bundesweit gibt es nur eine weitere Ausbildungsbrücke im bayerischen Landkreis Deggendorf. Ansonsten aber betritt die Stadt Freudenstadt und mit ihr der Nordschwarzwald Neuland mit der von Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel initiierten Ausbildungsbrücke. Bis Freitag werden die fünf jungen Bulgaren aus Freudenstadts Partnerstadt ausführlich Gelegenheit haben, sich in Schulen und Betrieben über das duale Ausbildungssystem in Deutschland zu informieren. Ihr Besuch mit Bürgermeister Anton Totev und seinem Stellvertreter Mladen Timchev an der Spitze soll Grundlage für ihre persönliche Entscheidung für eine Berufsausbildung in Freudenstadt oder Umgebung sein.

"Unsere Ausbildungsbrücke kommt voran," freute sich Fuchtel, "ich freue mich, dass es uns gelungen ist, unser Vorhaben zu realisieren. Lob zollte der Bundestagsabgeordnete der Konrad-Adenauer-Stiftung, die das Projekt unterstützt. „Für Euch heißt es jetzt, die Augen weit aufzumachen, damit wir miteinander viel Erfolg haben“, wandte sich der Staatssekretär persönlich an die jungen Leute, denen er zugleich zu ihrem mutigen Schritt gratulierte. „Die duale Ausbildung ist höchst erfolgreich in Deutschland“, sagte Fuchtel, „ich wurde mich freuen, wenn künftig auch junge Bulgaren daran teilhaben konnten.“

Im Interesse beider Länder „werden wir alles tun, um diese besondere Form der Zusammenarbeit auf gesunde Beine zu stellen“, fügte der Politiker hinzu, der sich auch persönlich für die Ausbildungsbrücke engagiert. Denn sie helfe nicht nur den jungen Bulgarien, sondern auch dem Handwerk, der Industrie und den Schulen im Nordschwarzwald, die aufgrund der demografischen Entwicklung über rückläufige Ausbildungszahlen klagen.

Am Dienstag besuchen die junge Gäste die Heinrich-Schickhardt-Schule und nehmen sogar am Unterricht teil. Die Auswahl der Firmen, in die die jungen Bulgaren reinschnuppern dürfen, ist sehr vielseitig. Dazu gehören die Pflegefachschule des Kreiskrankenhauses Freudenstadt, das Oberlinhaus, die Firmen Robert Bürkle, Elektro Ofzky, Gauß, Wolf und das Autohaus Möhrle sowie die Schokoladenmanufaktur Holz in Baiersbronn und das Hotel Waldblick auf dem Kniebis.

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