09.07.2012

Beste Ausbildung auf der ganzen Welt

Holz: Duales System hat viele Vorteile / Fuchtel führt Delegation zum Baiersbronner Eventmaker / Konditoren über Schulter geschaut

Beste Ausbildung auf der ganzen Welt  Süße Genüsse kreieren die Konditoren in der Schwarzwälder Schokomanufaktur von Eberhard Holz. Dabei schauten ihnen die jungen Bulgaren, die auf Einladung des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel (Mitte) in den Nordschwarzwald gereist waren, neugierig über die Schultern und durften zwischendurch auch kosten.

Baiersbronn. Das duale Ausbildungssystem in Deutschland bietet einen hervorragenden Einstieg ins Berufsleben und ist einzigartig auf der ganzen Welt. Auf diesen Nenner bringt Unternehmer Eberhard Holz die Vorteile der engen Verzahnung von Theorie und Praxis, von der künftig auch junge Menschen in Freudenstadts Partnerstadt Sandanski profitieren sollen. Fünf von ihnen besuchten auf Initiative des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel die Baiersbronner Schokomanufaktur, um den Konditoren bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen.

Die 16- bis 18-jährigen zeigten sich beeindruckt vom Handwerk deutscher Prägung und ließen sich von Eberhard Holz in die Geheimnisse süßer Verführungskünste einführen. Doch auch hier gilt wie in jedem anderen Beruf: „Wer wirklich Erfolg haben will“, sagte der Konditormeister, der namhafte Unternehmen, glamouröse Empfänge und auch die europäische Spitzenhotellerie mit Naschwerk beliefert, „muss hart an sich arbeiten“.

Der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel erinnerte daran, dass der Holz mehr ist als ein Unternehmer. Er sei ein „Eventmaker“ und engagiere sich auch für die deutsch-russische Freundschaft. Vielen jungen Menschen unterschiedlichster Nationalitäten gebe er die Chance, das Konditorhandwerk zu erlernen. Bei der Ausbildungsbrücke zwischen Sandanski und Freudenstadt ist Eberhard Holz von Anfang an dabei.

Geduldig erklärte Holz Botschaftsrätin Dr. Tinka Troeva schließlich noch die Erfindung der Schwarzwälder Kirschtorte durch sparsame Bauersfrauen, die ihre Kirschen in Alkohol einlegten, wenn ihre Einmachgläser voll waren. Außerdem verriet er der bulgarischen Delegation, welche Zutaten vorgeschrieben sind, damit eine Schwarzwälder Kirschtorte ihrem Namen alle Ehre macht.

Am liebsten hätte Eberhard Holz gleich ein Ausbildungstrio in Baiersbronn behalten: Die jungen Leute könnten bei ihm Bäcker, Konditor und Verkäuferin lernen.

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