25.07.2012

Start mit musikalischem Gruß

Musikverein Vollmaringen auf Kreta / Kontakt mit der künftigen Know-how-Region / Musiker erwartet großartiges Programm

Start mit musikalischem Gruß Überraschungsgast in der Probe des Musikvereins Vollmaringen: Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (Mitte) informierte die Aktiven vor ihrem Abflug detailliert über ihren Auftrag auf der griechischen Insel Kreta.

Nagold-Vollmaringen / Kreta. Wenn der Vollmaringer Musikverein am Freitag dieser Woche zu seiner Konzertreise nach Kreta aufbricht, erwartet ihn ein blendendes Programm. Dies versicherte der Direktor des Büros des Gouverneurs von Kreta, Dr. Nikos Raptakis, dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel. Der Bundestagsabgeordnete ist seit einiger Zeit zusätzlich als Beauftragter der Bundeskanzlerin für die Deutsch-Griechische Versammlung aktiv.

Die 40 Vollmaringer Musikerinnen und Musiker haben den Auftrag, den Auftakt für die Know-how-Partnerschaft zwischen dem Nordschwarzwald und Kreta mit einem musikalischen Gruß zu gestalten. Sinn der Know-how-Partnerschaft wird sein, so Hans-Joachim Fuchtel als Beauftragter der Bundeskanzlerin für die Deutsch-Griechische Versammlung, auf Anfrage Griechenlands von deutscher Seite aus infrastrukturelle Entwicklungen mit passendem Wissen voranzubringen.

Dazu zitierte Fuchtel den Vorsitzenden des Komitees auf griechischer Seite, Thessalonikis Bürgermeister Ioannis Boutaris: „Wenn Du einem Hungernden helfen möchtest, gebe ihm keinen Fisch zum Essen, sondern lehre ihn zu fischen!“ Hans-Joachim Fuchtel: „Genau darum geht es. Es gibt eine Fülle von Infrastrukturmaßnahmen mit erheblicher Wirkung für die Stimulierung  von Investitionen, die realisiert werden können. Viele dieser Maßnahmen sind ins Stocken geraten, weil zusätzliches Know-how notwendig ist. Hier hat der Nordschwarzwald sehr viel zu bieten. Als Beispiel nannte er die Fragen der Abfallbeseitigung.

In diesem Zusammenhang sei es auch außerordentlich wichtig, im Bereich des Tourismus zu zeigen, dass die lange freundschaftliche Verbundenheit zwischen den Menschen in beiden Ländern, gerade in Zeiten der Krise weiter vorhanden sei. Manchen Schlagzeilen soll durch praktische Beispiele begegnet werden.

Die Musik sei ein hervorragender Begleiter auf einem solchen Weg. Er sei daher dem Musikverein Vollmaringen außerordentlich dankbar, dass er diese Aufgabe übernommen habe. Bereits vor kurzem hätten mit der Band des Kepler-Gymnasiums Freudenstadt und dem Musikverein Bad Liebenzell-Beinberg sehr erfolgreiche Konzertreisen stattgefunden. Deshalb hoffe man auch auf einen Erfolg dieser Reise in den südlicheren Teil Griechenlands.

Paul Müller und seine Mannschaft haben sich vom Politiker Fuchtel vor der Abreise nochmals intensiv über die genaue Situation in Griechenland und vor allem auf Kreta informieren lassen. Sie wollen ihr Bestes geben. Ausgestattet mit einem Liedgut von mehreren 100 Stücken machen sie sich am Freitag auf die Reise per Direktflug von München nach Kreta. Auch das Problem der großen Instrumente wurde auf schwäbische Weise angegangen: Man hat sich von den Kollegen vor Ort die Großinstrumente schlichtweg geliehen und hofft auch auf viele gemeinsame Aktivitäten mit griechischen Musikern.

Die Vollmaringer Musiker sollen vor allem auf öffentlichen Plätzen, in speziell organisierten Konzerten und auch in kleineren Musikgruppen auftreten. Selbstverständlich haben sie neben der deutschen auch die griechische Nationalhymne im Repertoire. Auf der achttägigen Reise werden sie sowohl den Westteil wie den Ostteil Kretas kennenlernen und dort auf Einheimische wie Touristen stoßen. Raptakis: „Schon jetzt ein herzliches Willkommen auf Kreta!“

[Druckversion]