07.08.2012

Fuchtel kontra Nationalpark: Lieber in Breitband investieren

Gespräch mit Junge Union / Thema im Auge behalten

Horb / Freudenstadt / Calw. Sehr große Probleme sieht der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel mit der Einrichtung eines Nationalparks auf den Nordschwarzwald zukommen. Das sagte er bei einer gemeinsamen Vorstandssitzung der Jungen Union aus dem Landkreisen Calw und Freudenstadt in Horb.

„Die Grünen werden keine Rücksicht nehmen“, warnte der Politiker vor allzu großer Euphorie, die Planung und die Folgelasten könnten in vernünftige Bahnen gelenkt werden. Statt eines Mindererlöses in der Holzwirtschaft von sechs bis sieben Millionen Euro jährlich in Kauf zu nehmen, sollte dieses Geld lieber sinnvoll in die Breitbandversorgung investiert werden. „Das ist das, was wir im ländlichen Raum dringend brauchen“, betonte der Bundestagsabgeordnete, „mit dieser Summe könnten wir die Anbindung an die moderne Technik hervorragend beschleunigen.“ Auch befürchtet Fuchtel, dass sich Schnaken und Borkenkäfer in einem Nationalpark rasant ausbreiten. Das lehre die Erfahrung in anderen Regionen. „Damit wird also nicht der Landschaft und auch nicht den Menschen gedient“, so Fuchtel. „Wir müssen im Nordschwarzwald dafür sorgen, dass die geordneten Verhältnisse in unseren Wäldern aufrecht erhalten bleiben“, betonte der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Calw/Freudenstadt. Doch wer den Nationalpark verhindern wolle, müsse jetzt aktiv werden, bevor die Pläne zu weit fortgeschritten seien.

Durch ein Treffen mit Forstfachleuten und unterschiedlichen Gruppierungen möchte die Junge Union das Thema Nationalpark weiter vertiefen, um sich bis Herbst eine eigene Meinung bilden zu können. Derzeit wird ein Thesenpapier seitens der Jungen Union erarbeitet.

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