19.09.2012

Shopping-Guide im Gespräch

Fuchtel leitet konkrete Diskussion über Projekt ein / Akteure um Mitwirkung gebeten

Calw / Freudenstadt / Pforzheim / Enzkreis. Die konkrete Diskussion über einen Erlebnis- und Shopping-Guide speziell für den Nordschwarzwald hat der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel eingeleitet. Die Idee war bei einem Brainstorming zwischen ihm und Roger Heidt, Erster Bürgermeister der Stadt Pforzheim, entstanden. Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Calw/Freudenstadt hatte diesen Ansatz für eine plakativere Darstellung der Wirtschaftsregion im Zusammenhang mit dem Tourismus ins Gespräch gebracht und war auf offene Ohren gestoßen.

„Wir haben in den Landkreisen Calw, Freudenstadt, Enzkreis und der Stadt Pforzheim eine Menge von Angeboten für Fabrikeinkäufe und Outlets“, sagt Hans-Joachim Fuchtel, „nur sind sie nicht übersichtlich präsent und damit plakativ.“ Dies zu ändern hält Fuchtel für erforderlich. Dadurch würde die Vielfalt der Möglichkeiten eines Aufenthalts im Nordschwarzwald wesentlich bewusster.

Für Bürger vor Ort Interessant:

„Die Darstellung der gesamten Möglichkeiten ist einerseits für den Bürger vor Ort interessant. Denn derjenige, der in Pforzheim wohnt weiß ganz sicher nicht, was es alles in Nagold gibt, und so geht es durch die ganze Region“, erklärt Fuchtel seinen Vorstoß. „Dieser Shopping-Guide sollte auf gar keinen Fall eindimensional gestaltet sein und ausschließlich auf solche Direktverkäufe eingehen“, so der Abgeordnete, „sondern bewusst auch ein Angebot beinhalten, wo auf Fachhändler und Spezialgeschäfte hingewiesen wird.“ Nur dadurch werde die Gesamtdimension dann sichtbar. Der Fach- und Einzelhandel müsse sich in einer solchen Publikation wiederfinden, um sich mit dem anderen Anliegen zu ergänzen.

Neue Touristen gewinnen:

Mit diesem Vorgehen könne man die Region interessanter machen, ihre Anziehungskraft stärken und neue Touristen gewinnen. Dadurch würde natürlich auch für den Fach- und Einzelhandel eine größere Zahl von potenziellen Kunden geschaffen. Auf diese Weise würde der Aufenthalt im Nordschwarzwald zu einer Entdeckungsreise von Produkten.

Kurzurlaubsdauer verlängern:

Es müsse in Zusammenhang mit diesem neuen Produkt eine Strategie entwickelt werden, wie man damit bewusst auch die Kurzurlaubsdauer verlängern könne. Das sei im Nordschwarzwald ebenfalls eine wichtige Frage, die mit zusätzlichen Ideen angegangen werden sollte. Ein Vorschlag könnte sein, dass man die in der Publikation dargestellten Produkte nicht nur kaufen, sondern auch deren Herstellung in geeigneten Fällen miterleben könne. Insgesamt gebe dieser Weg eine Fülle von Möglichkeiten, die in verschiedenster Hinsicht Vorteile bringen würden.

Hans-Joachim Fuchtel hat sich deswegen nun an die verschiedensten Akteure gewandt, die Idee zunächst einmal zu bewerten, um in der Folge dann bei positivem Ergebnis zu überlegen, wie sie ausgeführt werden könnte. Wenn man sich auf den Weg machte, so Fuchtel, „dann muss das Projekt rechtzeitig vor der nächsten Internationalen Tourismusbörse in Stuttgart stehen und dort auf den Markt gebracht werden!“

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