01.10.2012

Aus Schrott wird wertvoller Rohstoff

ARP sorgt für deutlichen Wertzuwachs in Produktionsunternehmen / Staatssekretär über neue Anlagengeneration informiert

Aus Schrott wird wertvoller Rohstoff Die neueste ARP-Anlagengeneration stellten der Kaufmännische Leiter Stephan Bader (rechts) und Vertriebsmitarbeiter Peter Haug (Mitte) dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (links) auf der Messe AMB in Stuttgart vor.

Alpirsbach-Peterzell / Stuttgart. Was früher bestenfalls noch ein paar Pfennig beim Schrotthändler eingebracht hat, ist heute wertvoller Rohstoff, der wiederverwendet wird. Den deutlichen Wertzuwachs, der dadurch entsteht, haben viele Firmen in der Metallverarbeitung zwei pfiffigen Unternehmern aus Peterzell zu verdanken. Auf der Internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung (AMB) stellte ARP die neueste Anlagengeneration zur Aufarbeitung von Spänen aus Stahl, Aluminium und Messing vor.

Vorübergehend mit an Bord: der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, der den Messestand des von Wolfgang und Klaus Riegert vor 28 Jahren gegründeten Unternehmens aufsuchte, um sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet des Recyclings und Umweltschutzes zu informieren. Bei ARP war er dabei genau an der richtigen Stelle, denn der Betrieb hat sich längst über die umweltgerechte Wasser- und Altstoffaufbereitung sowie die Entsorgung von Sondermüll und Stanzabfall hinaus entwickelt.

Die Späneentsorgung und Späneaufbereitung in Automobil- und Flugzeugindustrie ist längst zum Hauptthema im Portfolio des Alpirsbacher Unternehmens aufgerückt. „Heute lohnt es sich, sich über die Aufbereitung von Metallspänen in der Produktion Gedanken zu machen“, erklärte der Kaufmännische Leiter Stephan Bader dem prominenten Messebesucher, „da amortisieren sich oft größere Investitionssummen innerhalb weniger Monate.“ Die Aufbereitung dieses Produktionsabfalls mache nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich Sinn.

Allein bei der Produktion von Autofelgen aus Aluminium entsteht 40 Prozent Abfall, der wieder aufbereitet und in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden kann. Die Späne werden nicht wie früher entsorgt, sondern am Ende der Aufbereitungskette eingeschmolzen und wiederverwendet.  

ARP liefert dafür bei Bedarf die komplette Aufbereitungsanlage, von der Zerkleinerung und Trocknung bis zur Reinigung und Erwärmung der Späne. Am Ende dieses Prozesses steht der Schmelzofen, der die Metallspäne schließlich verflüssigt. So entsteht ein geschlossener Produktionskreislauf, der nicht nur bei der Abfallreduktion hilft, was weniger Emissionen bedeutet, sondern auch bei der Energieeinsparung. Nicht umsonst, erfuhr Bundestagsabgeordneter Hans-Joachim Fuchtel, wurde das Alpirsbacher Unternehmen im letzten Jahr mit dem Umwelttechnikpreis 2011 in der Kategorie „Materialeffizienz“ des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

„Die  Innovationskraft des Unternehmens ist der Rückhalt für die 70 Arbeitsplätze in Peterzell“, freute sich Fuchtel über den Ideenreichtum in seinem Wahlkreis. Mit dem Messeteam diskutierte er anschließend noch offen über konjunkturelle und wirtschaftliche Entwicklungen auf den Weltmärkten.

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