02.10.2012

Die schnellsten Werkzeuge der Welt

Staatssekretär diskutiert mit Wendel-Team auf Messe AMB / Geschäftsführer lobt Wirtschaftspolitik in Krisenzeiten

Die schnellsten Werkzeuge der Welt Diskutierten auf der AMB in Stuttgart am Messestand der Firma Wendel über Wirtschaftsfragen (von links): der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Vertriebsleiter Jürgen Kober, Christa Wendel und Geschäftsführer Roland Wendel.

Horb-Mühlen / Stuttgart. Was hat die europäische Trägerrakete Ariane 5 mit Mühlen zu tun? Als es darum ging, eine Bohrstange zum Ausdrehen der Brennkammer dieser leistungsfähigsten Rakete auf ein Millimeter Kupfer-Wandstärke zu entwickeln, da wurde die geometrische Meisterleistung in dem Horber Stadtteil vollbracht. Das erfuhr der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel in Stuttgart, als er den Stand der Firma Wendel auf der Internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung (AMB) besuchte.

Die Tüftler aus dem Neckartal haben schon viele Sonderwerkzeuge für die Raumfahrt, aber auch die Flugzeug- und Schiffsindustrie entwickelt. Die Historie des mittelständischen Unternehmens ist zugleich eine Erfolgsgeschichte. Aus bescheidenen Anfängen heraus nahm der 1960 gegründete Familienbetrieb rasch eine konstante Aufwärtsentwicklung.

Wo Werkzeugsysteme zur Komplettbearbeitung auf Maschinen gefragt sind, kommt immer häufiger das Know-how aus Mühlen zum Einsatz. Dazu gehört auch die Produktion von Schleifspindeln. Mit bis zu 90.000 Umdrehungen gehören die angetriebenen Mühlener Werkzeuge zu den schnellsten ihrer Art auf der Welt. Den hochwertigen Sonderwerkzeugen, die auch auf Bearbeitungszentren im Einsatz sind, werden passgenaue und individuelle Anforderungen abverlangt.

Das moderne und erfolgreiche Unternehmen produziert hochwertige Winkelköpfe und angetriebene Sonderwerkzeuge für Drehmaschinen und Bearbeitungszentren. Wendel verfügt über ein weltweites Vertriebsnetz. Entsprechend breitgefächert und international ist der große Kundenstamm.

Staatssekretär Fuchtel nannte das Familienunternehmen, das von Seniorchefin Gisela Wendel sowie Sohn Roland Wendel und Tochter Gerlinde Schäfer geleitet wird, ein wichtiges Aushängeschild für die Region Nordschwarzwald. Es biete 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz. Offen diskutierte das Messeteam mit dem Vertreter der Bundesregierung über konjunkturelle Entwicklungen und Wirtschaftsfragen.

„So wie die Politik in der letzten Wirtschaftskrise reagiert hat, war es genau richtig“, ordnete Geschäftsführer Roland Wendel den besonnenen Vorstoß ein, die Unternehmen in der kritischen Phase schleppender Auftragseingänge über die Arbeitsagentur mit Angeboten zur Weiterbildung zu unterstützen. Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel nahm das Lob als Mitglied der Bundesregierung mit Wohlwollen zur Kenntnis, war er doch zur Zeit der Entscheidungsfindung als zuständiger Haushaltspolitiker in der vordersten Reihe dabei.

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