11.10.2012

Miteinander fängt im Fruchtbazar an

Staatssekretär Fuchtel interessiert sich für gelungene Beispiele / Türkischer Einzelhändler in Dornstetten / Mitglied im Gewerbeverein

Miteinander fängt im Fruchtbazar an Fruchtbare Diskussionen im Fruchtbazar mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (Zweiter von rechts), Familie Yilmazli, Bürgermeister Bernhard Haas und der CDU-Fraktionsvorsitzenden Pascale Peukert.

Dornstetten. Ali Yilmazli und seine Familie sind ein gutes Beispiel für hervorragende Integration in Deutschland. Das sagte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, als er in „Alis Fruchtbazar“ in Dornstetten Station machte.

In dem Laden sind die Kulturen täglich vereint. Denn Familie Yilmazli hat nicht nur treue Stammkunden weit über die Stadtgrenzen Dornstettens hinaus, sondern beschäftigt auch deutsches Personal. Der kleine Betrieb, den es seit 23 Jahren gibt, sei mehr als ein gelungenes Beispiel für ein gutes Miteinander, betonte CDU-Stadträtin Pascale Peukert, zumal der Einzelhändler auch Mitglied im Handels- und Gewerbeverein ist. Dornstetten möchte bei einem internationalen Kulturfest noch mehr Gemeinsamkeit demonstrieren.

Dass sich ein Staatssekretär persönlich um die kleinsten Firmen in seinem Wahlkreis kümmert, beeindruckte den Geschäftsinhaber. Hans-Joachim Fuchtel eröffnete sein Besuch in „Alis Fruchtbazar“ zugleich die Möglichkeit, mit türkischen Mitbürgern und ihren Vereinsvertretern ins Gespräch zu kommen. Den Vorsitzenden der türkisch-islamischen Gemeinde, Erol Aydin, bat der Bundestagsabgeordnete, im Bemühen um das Zusammenwachsen nicht nachzulassen. So zählte der türkische Verein bei seinem jüngsten Tag der offenen Tür 173 deutsche Besucher. „Wir wissen zu wenig voneinander“, sagte Fuchtel, „und müssen uns gegenseitig mehr helfen.“ Noch besser sei, wenn die gemeinsame Aktivitäten von beiden Seiten ausgehen.

Durchaus unterschiedliche Meinungen trafen im Verlauf der Diskussion zwischen den Türken und ihren deutschen Gästen zu Themen wie doppelte Staatsbürgerschaft, Einbürgerungstests und Arbeitsmarktchancen für junge Türken aufeinander, wobei der Staatssekretär darauf hinwies, dass erfolgreiches Zusammenwachsen nicht von der doppelten Staatsbürgerschaft abhängen dürfe.  

Seitens der türkischen Gesprächsteilnehmer kristallisierte sich der Wunsch heraus, dass in den Medien mehr über positive Beispiele für gelungene Integration berichtet werden sollte. Beide Seiten hoffen, dass die unterschiedlichen Kulturen noch intensiver aufeinander zugehen. Bestes Beispiel für eine gelungene Integration junger Ausländer am Arbeitsmarkt ist Ali Yilmazlis Neffe Fatih Yilmazli. Der junge Mann stellte sich dem Mitglied der Bundesregierung als der erste türkische Lokführer im Kreis Freudenstadt vor.

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