05.11.2012

Ministerbesuch aus Argentinien

Land will SCHMID Group für Photovoltaik-Projekt gewinnen / Fuchtel: Perle des Nordschwarzwalds ausgesucht

Ministerbesuch aus ArgentinienMinister aus argentinischen Provinzen begrüßte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (vordere Reihe Fünfter von links) gemeinsam mit Geschäftsführer Christian Schmid (dritte Reihe links) bei der SCHMID Group in Freudenstadt.

Freudenstadt. Ihre Wirtschaftsreise führte die Minister für Infrastruktur und Entwicklung aus verschiedenen argentinischen Provinzen zur SCHMID Group nach Freudenstadt, wo sie vom Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel und Geschäftsführer Christian Schmid begrüßt wurden. Die Experten der SCHMID Group  beraten Investoren und Kommunen über Investitionen in Photovoltaik-Technologie. Dr.-Ing. Tomás José Strada, Minister für Infrastruktur und Technologie, hatte den Besuch seiner Amtskollegen vermittelt.

„Es freut mich, dass sich Wege einer möglichen Zusammenarbeit mit einer Wirtschaftsperle des Nordschwarzwalds anbahnen“, betonte Fuchtel, der die Delegation aus Südamerika als Mitglied der Bundesregierung in Freudenstadt willkommen hieß. Gesprächsthema waren Geschäftsmodelle zur Energieversorgung mit Sonnenstrom. Die Delegation kam direkt aus Island, wo sich der Interprovinzielle Rat der Infrastrukturminister zuvor mit dem Thema Geothermie auseinandergesetzt hatte.

Durch den Aufbau einer Verbindung mit der SCHMID Group, so Fuchtel, habe Argentinien große Chancen, bei der Weiterentwicklung der Photovoltaik deutlich voranzukommen „Wir wissen, dass wir auf der ganzen Welt neue Wege bei der Energieversorgung gehen müssen“, betonte der Staatssekretär, „denn wir haben nur diese eine Welt, die wir mit Verantwortung an unsere nachfolgenden Generationen übergeben wollen.“ Der Ausstieg Japans aus der Atompolitik zeige, dass Deutschland auch international etwas im Klimaschutz bewege. Er begrüße, dass sich Länder wie Argentinien intensiv mit den neuen Technologien auseinandersetzen. „Ich kann nur wünschen, dass es zu einer konstruktiven Zusammenarbeit kommt“, sagte der Politiker, der  den Wahlkreis Calw/Freudenstadt vertritt. 

Es sei kein Zufall, dass man sich auf argentinischer Seite das renommierte Freudenstädter Unternehmen  ausgesucht habe, sagte Tomás José Strada. Man suche seit längerem einen Mitspieler in Fragen der Photovoltaik, um entsprechend dem Wunsch der Politik die Entwicklungen auf diesem Gebiet in Argentinien voranzutreiben. Der ausgezeichnete Ruf der SCHMID Group sei dem Familienunternehmen längst bis nach Südamerika vorausgeeilt.

60 Unternehmen im Nordschwarzwald unterhielten nach Recherchen des Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel bereits Geschäftsbeziehungen nach Argentinien. Während baden-württembergische Unternehmen letztes Jahr Waren und Dienstleistungen im Wert von 1,94 Milliarden Euro nach Brasilien ausführten, waren es nur 321 Millionen Euro in Richtung Argentinien. Brasilianische Unternehmen setzten in Deutschland eine Milliarde Euro um, während argentinische Firmen bislang nur Waren und Dienstleistungen im Wert von 76 Millionen Euro nach Deutschland ausführten.

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