06.11.2012

Hauptstadt zu Fuß erkundet

Während des Berlin-Marathons lassen Wehrmänner ihren Bus lieber stehen / Staatssekretär begrüßt Reisegruppe aus Effringen

Hauptstadt zu Fuß erkundetIm Berliner Abgeordnetenhaus trafen die Aktiven und die Ehrenmitglieder der Feuerwehrabteilung Effringen den Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (Bildmitte).

Wildberg-Effringen. Unterhaltsam und spannend zugleich war der Ausflug der Feuerwehrabteilung Effringen nach Berlin. Dabei kam es auch zu einer Begegnung mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel und einem Informationsbesuch im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, der zentralen Wirkungsstätte des Parlamentariers.

Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Calw/Freudenstadt hatte die Aktiven und die Ehrenmitglieder der Feuerwehr aus seiner Heimat gleich nach ihrer Ankunft persönlich begrüßt. Im Paul-Löbe-Haus hat ein Großteil der Mitglieder des Deutschen Bundestages ihr Büro. Fuchtels wissenschaftlicher Mitarbeiter Markus Guth berichtete aus dem Alltag des Politikers, der zudem Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales sowie persönlicher Beauftragter der Bundeskanzlerin für die Deutsche-Griechische Versammlung ist.

Am Spätnachmittag verfolgten vor allem die jüngeren Kameraden die Debatte über den Bericht des Wehrbeauftragten mit großem Interesse. Und wenn man schon das Reichstagsgebäude besichtigt, gehört natürlich auch der Marsch zur Glaskuppel dazu, von wo aus man einen herrlichen Rundblick über die Bundeshauptstadt hat.

Ganz schön nachdenklich stimmte am zweiten Reisetag alle die Führung durch die Dauerausstellung „Topographie des Terrors“, in deren Mittelpunkt die zentralen Institutionen SS und Polizei im Dritten Reich sowie die von ihnen europaweit verübten Verbrechen stehen.

Hatte das Abgeordnetenbüro von Hans-Joachim Fuchtel einen Teil des politischen Programms organisiert, so hatten sich die Feuerwehrkameraden auch daran gewagt, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Das musste teilweise zu Fuß geschehen, weil der Berlin-Marathon ein Durchkommen mit dem Bus in weiten Teilen der Stadt nur schwer möglich machte. Dennoch bekamen die Reisenden unter anderem den Alexanderplatz, das rote Rathaus und das Brandenburger Tor zu sehen. Außerdem unternahmen sie bei herrlichem Sonnenschein eine gemütliche Spreefahrt.

Vor ihrer Rückreise gab es mit der Führung in der Gedenkstätte Hohenschönhausen, der einstigen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, nochmal schwer verdauliche Kost: Tausende politisch Verfolgte waren an diesem Ort inhaftiert, darunter fast alle bekannten DDR-Oppositionellen.

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