08.11.2012

Handlungsbedarf in Mühringen

Termin wegen Hochwasserschutz dringend erforderlich / Fuchtel: Regierungspräsidium muss nochmals vor Ort kommen

Handlungsbedarf in Mühringen Wegen des Hochwasserschutzes für Mühringen bat Ortsvorsteherin Monika Fuhl den Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (links) um Hilfe.

Horb-Mühringen. Das Regierungspräsidium muss nochmals vor Ort kommen, empfiehlt der Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, als ihn Mühringens Ortsvorsteherin Monika Fuhl aufsuchte. Die Rathauschefin hat sich bereits mehrfach wegen eines nachhaltigen Hochwasserschutzes im Eyachtal an das Regierungspräsidium gewandt, doch sieht man dort offensichtlich keinen Handlungsbedarf.

„Die lassen uns buchstäblich im Regen stehen“, klagte die Rathauschefin, „dabei kommt doch der nächste große Regen ganz bestimmt.“ Fuhl: „Und dann sind wir wieder Land unter!“ Selbst die Bemühungen der Stadt Horb, zumindest einen Termin vor Ort zu erreichen, hätten bislang nichts gefruchtet. Sowohl in der Gemeinde Eyach als auch zwischen Mühringen und Horb sei ein ausreichender Hochwasserschutz vorhanden, während zwischen Bad Imnau und Mühringen das Wasser seinen freien Lauf nehmen könne.

Weil sich aber in punkto Hochwasserschutz für Mühringen nichts bewege, seien auch die Bürger im Ort nicht bereit, ihre Häuser zu sanieren. „Wir hätten Eigentümer, die gerne investieren würden“, argumentiert Monika Fuhl, „und könnten auch versuchen, in ein Sanierungsprogramm zu kommen.“ Doch das sei sinnlos, solange kein Hochwasserschutz vorhanden sei. Die kritische Marke liegt bei 1,95 Meter. Die Kosten werden auf rund 100000 Euro geschätzt.

Als „nicht  hinnehmbar“ beurteilt Hans-Joachim Fuchtel  die Hochwassergefahr in Mühringen. Zugleich erinnert er an die Jahre 1986 und 1992, als die Eyach über die Ufer getreten war. Ein Jahr vergehe, bis derartige Schäden in Millionenhöhe wieder behoben seien.

„Sowas darf kein Dauerzustand sein“, so der Bundestagsabgeordnete, weshalb er dringend einen Vor-Ort-Termin mit dem Regierungspräsidium empfehle. Denn Hochwasserschutz sei Ländersache. Schließlich habe auch die Behörde eine Verantwortung für die Bürger und ihr Eigentum. Offensichtlich nehme man diese in Karlsruhe aber nicht ernst genug.

Sollte wieder einmal das Wasser in Mühringen über die Ufer steigen und den Ort überfluten, könne niemand sagen, er habe das vorher nicht gewusst, so Fuchtel.

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