27.11.2012

Idee der Kulturbrücke nach Berlin tragen

Nächstes Jahr Gespräche in der Bundeshauptstadt / Fuchtel organisiert Diskussionsrunden und Programm

Idee der Kulturbrücke nach Berlin tragenWollen den Gedanken des Miteinanders von Horb nach Berlin tragen (von links): Oberbürgermeister Peter Rosenberger, Magda Gajewa-Kowalski, der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Ali Toy und Gisela Höpfer.

Horb. Als gutes Beispiel soll die Horber Kulturbrücke nicht nur auf Kreisebene Schule machen, sondern den Gedanken des Miteinanders sogar bis nach Berlin tragen. Das hat der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel bei einer zweiten Begegnung mit Vertretern des Integrationsprojekts und Oberbürgermeister Peter Rosenberger unterstrichen. 50 Bürger mit und ohne Migrationshintergrund sollen die einzigartige Gelegenheit erhalten, mit der Politik in Berlin über ihre wertvolle Arbeit ins Gespräch zu kommen.

Im Sommer dieses Jahres hatte es eine erste Gesprächsrunde zwischen der Horber Kulturbrücke und dem Bundestagsabgeordneten gegeben. Dabei war unter anderem die Idee geboren worden, für dieses besondere „Leuchtturmprojekt“ (Fuchtel) auf Bundesebene zu werben. Eine solche Reise sei bestens dazu geeignet, ist der Parlamentarier überzeugt, das gegenseitige Verständnis füreinander zu stärken und die Motivation der Ehrenamtlichen weiter zu fördern.

Vorbereitet wird unter anderem ein Gespräch mit Staatsministerin Maria Böhmer. Die Beauftragte der Bundeskanzlerin für Migration, Flüchtlinge und Integration unterstützt die Bundesregierung bei der Weiterentwicklung der Integrationspolitik und der Förderung des Zusammenlebens von Ausländern und Deutschen.

Die Kulturbrücke sei ein hervorragendes Beispiel für das Miteinander unterschiedlicher Kulturen, sagte Fuchtel, der bei dieser Gelegenheit den Horbern im nächsten Jahr gerne auch einen Informationsbesuch zum Thema Arbeit mit Migrationshintergrund im Bundesministerium für Arbeit und Soziales vermitteln möchte, einen Besuch in der Landesvertretung von Baden-Württemberg sowie eine Diskussion in einem der Berliner Problembezirke.

Bei der Diskussionsrunde mit Vertretern der Kulturbrücke wurde zudem deutlich, dass Bedarf für die intensive Begleitung ausländischer Jugendlicher bei der Arbeitsplatzsuche besteht. Fuchtel betonte, dass die Kulturbrücke darüber hinaus ausreichend Potenzial habe, um sich bei Initiativen wie „Deutschland – Land der Ideen“ zu bewerben und ins Jahrbuch des Landkreises Freudenstadt eingetragen zu werden.

Gerne stelle er sich für ein Gespräch mit Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund zu Verfügung und diskutiere mit Frauen ausländischer Herkunft über ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Der regelmäßige Schüleraustausch mit der Türkei sei vorbildlich, betonte der Abgeordnete, der sich als weitere Initiative einen musikalischen Austausch zwischen den Kulturen sehr gut vorstellen könnte. Mit Interesse nahm Fuchtel den Vorschlag von Ali Toy auf, ein Projekt „Türkei und Europa“ im Nordschwarzwald auf den Weg zu bringen.

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