13.12.2012

Manuel Haberer in USA angekommen

Teilnehmer des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms / Junger Berufstätiger aus Freudenstadt ein Jahr in Chicago

Manuel Haberer in USA angekommenAtemberaubend ist der Blick vom Willis-Tower, dem dritthöchsten Gebäude der Welt, auf die Skyline von Chicago. Auch Manuel Haberer hat sich in die Glasboxen der sogenannten Skydecks auf 412 Metern Höhe gewagt.

Freudenstadt. Aus Chicago meldet sich der Freudenstädter Manuel Haberer. Auf Empfehlung des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel, CDU, konnte der 24-Jährige in das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) des Jahres 2012 aufgenommen werden. Sein Bericht über die „Herausforderung meines Lebens“ ist mit einem Dank für „diese einmalige Chance, die Sie und der Bundestag mir ermöglichen“, verknüpft.

Im Rahmen des PPP hatte sich Manuel Haberer um einen einjährigen Aufenthalt in den USA beworben. Er durchlief alle Auswahlverfahren mit Erfolg und qualifizierte sich damit grundsätzlich für die Teilnahme. Hans-Joachim Fuchtel: „Das ist schon eine besondere Leistung, denn das Teilnehmerfeld ist groß, und mir war daran gelegen, einen jungen Berufstätigen auszuwählen, um hier Zeichen zu setzen.“  Haberer hatte seine Ausbildung zum Industriekaufmann bei Gwinner Wohndesign in Pfalzgrafenweiler absolviert (Wir berichteten) und war bis zu seiner Reise in die USA Mitarbeiter im Vertrieb der Müller Manufaktur Möbelbau GmbH in Bad Rippoldsau.

Nach einem Orientierungsseminar in New Work City hatte er Gelegenheit, im Rahmen von Kurzaufenthalten bei amerikanischen „Hosts“ persönliche Kontakte zu knüpfen. „Ich genieße hier, in dieser wundervollen Stadt Chicago jeden Tag“, schreibt Manuel Haberer. Er lebe in einer liebenswerten Gastfamilie und in einer herrlichen Umgebung, besuche ein tolles College und fühle sich schon wie zuhause.

Dank seines reisefreundlichen Stundenplanes am College konnte er die Zeit nutzen, um vieles zu erkunden. Manuel Haberer war in New York, Milwaukee, Detroit, Las Vegas und im kanadischen Toronto. Über Weihnachten werde er mit seiner Gastfamilie in Florida verweilen, um anschließend den Start ins neue Jahr in Boston zu feiern. „Dieses Land hat so viel zu bieten, sei es kulturell oder landschaftlich“, schreibt der Stipendiat, „bei den Besuchen des Grand Canyon und der Niagarafälle machte sich schon Gänsehaut auf meinem Körper breit.“

Nachdem er das Semester am College sehr erfolgreich abgeschlossen habe, könne er es kaum erwarten, mit der Arbeitsphase im Januar zu beginnen. „Persönlich habe ich durch die vielen Erfahrungen sicherlich schon einiges mitgenommen“, schreibt er, denn es sei mehr als interessant, so tief in das Alltagsleben der Amerikaner einzutauchen. Jedes Mal bereite es ihm große Freude, sein Wissen über Deutschland und den Schwarzwald mit seinen amerikanischen Freunden zu teilen.

Das PPP läuft seit 29 Jahren, um Kontakte zwischen jungen Deutschen und Amerikanern durch einjährige Aufenthalte zu festigen. Die Bewerbungen sind jeweils ab Frühjahr möglich und führen über ein mehrstufiges Auswahlverfahren zu einem Vorschlag des Auswahlkomitees, der in der Regel drei junge Menschen umfasst und dem direkt gewählten Abgeordneten eines Wahlkreises zur endgültigen Entscheidung vorgelegt wird. In diesem Jahr gelang es, neben Manuel Haberer auch noch die Schülerin Anne Dewitz aus Freudenstadt für ein Jahr in die USA zu entsenden.

Er entscheide sich immer für die oder den am besten Bewerteten, erläutert Hans-Joachim Fuchtel. Wenn zwei Kandidaten gleichwertig bewertet würden, dann entscheide er sich für die Person, deren Familie es sich aus eigener Kraft weniger leisten könne, einen solchen Aufenthalt zu finanzieren. Viele der Interessenten kämen auch in seine Sprechstunden, um sich Rat zu holen, wie man sich beim Auswahlverfahren am besten präsentiere. Wer es nicht schaffe, aber das Auswahlverfahren durchlaufe, habe mit Sicherheit auch schon sehr viel gelernt für seinen weiteren Lebensweg, ist sich der Politiker sicher.

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