21.01.2013

Weiterer B28-Abschnitt kommt voran

Vorentwurf für Strecke ab Grünmettstetten noch in diesem Jahr / Bahnübergang wird als erstes geplant

Horb. Nach der Umfahrung Schopfloch bemüht sich der CDU-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel nun verstärkt um den nächsten Streckenabschnitt der Bundesstraße 28 neu. Fuchtel: „Es scheint auch in die Planung zwischen Grünmettstetten und Horb Bewegung zu kommen.“ Darauf jedenfalls könne man nach einem Brief hoffen, den ihm der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann auf seine Anfrage hin geschrieben habe. Der Vorentwurf für den Streckenabschnitt zwischen dem Horber Stadtteil und der L355a nördlich von Horb soll demnach noch in diesem Jahr fertiggestellt sein, teilt Hermann mit.

Bundestagsabgeordneter Hans-Joachim Fuchtel hatte die Initiative zu einer Nachfrage im Landesministerium ergriffen, nachdem sich CDU-Kreisrat Michael Laschinger besorgt über den schleppenden Fortschrift des Projekts geäußert hatte. Vor allem befürchtete Laschinger, dass sich das Land eines Tages nicht mehr an eine Zusage gebunden fühlen könnte. Demnach wurde 2010 eine Sonderförderung für den Restausbau der Kreisstraße vom Ortsende Rexingen bis zu den Kapellenhöfen an der L 370 mit 80 Prozent aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) in Aussicht gestellt. Gerade wegen der kurvigen Landesstraße 370 Richtung Freudenstadt und dem Bahnübergang beim Seewald sei das Thema als dringlich anzusehen.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe plane derzeit wegen der Verkehrssicherheit die Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs „Am Seehaus“ als ersten Teilabschnitt dieser Gesamtstrecke, teilt Hermann nun dem Parlamentarischen Staatssekretär mit. Dabei gehe es um das 1,8 Kilometer lange Straßenstück, das am Anschlussknoten zur Kreisstraße 4703 bei Grünmettstetten beginne und rund 500 Meter westlich der Kapellenhöfe ende.

Die bislang vorliegende Planung sei Anfang dieses Jahres in umweltfachlicher Hinsicht optimiert worden, so dass auf dieser Basis zwischenzeitlich Abstimmungsgespräche mit verschiedenen Trägern öffentlicher Belange eingeleitet werden konnten. Neben dem Umwelt- und Grundwasserschutz sei auch der Grunderwerb angesprochen worden. Mit der Deutschen Bahn würden derzeit die einzelnen Planungsschritte sowie eine mögliche Kostenteilung abgestimmt, informiert Hermann den Abgeordneten weiter. Erforderliche Flächen sollen über die Flurbereinigung eingebracht werden, um mögliche eigentumsrechtliche Fragen schon im Vorfeld zu reduzieren.

Der Ortschaftsrat von Grünmettstetten habe die Pläne in nichtöffentlicher Sitzung bereits in Augenschein nehmen können. Jetzt müsse die Planung noch dem Bundesverkehrsministerium vorgelegt werden, damit das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden könne, schreibt der Verkehrsminister an Hans-Joachim Fuchtel. „Natürlich werde ich dran bleiben, dass es dann beim Bund mit Nachdruck bearbeitet wird“, sichert Hans-Joachim Fuchtel zu.

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