05.02.2013

Behinderte in Australien profitieren von Fuchtels Erfahrungsschatz

Hospitantin aus Ministerium in Canberra begleitet Staatssekretär / Reform der Behindertenhilfe soll deutsche Handschrift tragen

Behinderte in Australien profitieren von Fuchtels Erfahrungsschatz  Allyson Essex vom australischen Ministerium für Familien und die Belange behinderter Menschen holte sich als Hospitantin Rat beim Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel zur Reform der Behindertenpolitik auf dem fünften Kontinent. Foto: BMAS

Calw / Freudenstadt / Berlin. Deutsches Wissen soll in die Reform der Behindertenhilfe auf dem fünften Kontinent einfließen. Dazu holte sich das australische Ministerium für Familien und die Belange behinderter Menschen Rat beim Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel, der als Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales unter anderem für Behindertenfragen zuständig ist.

Aus einem Treffen von Ministerin Jenny Macklin mit dem deutschen Politiker Hans-Joachim Fuchtel entstand die Idee zu einem intensiveren Erfahrungsaustausch zu Behindertenfragen auf Arbeitsebene. Deshalb hospitierte Abteilungsleiterin Allyson Essex vom australischen Sozialministerium bei dem Parlamentarischen Staatssekretär, um sich insbesondere über die Grundlagen des Persönlichen Budgets für Menschen mit Behinderungen zu informieren.

Das Persönliche Budget konkretisiert das Wunsch- und Wahlrecht behinderter Menschen und ermöglicht ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft - wie es die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen fordert.

Allyson Essex zeigte sich wie zuvor schon ihre Ministerin sehr beeindruckt von der konkreten Umsetzung in Deutschland, die belegt, dass das Persönliche Budget erfolgreich gelebt werden kann. Der eingeleitete Paradigmenwechsel in der Behindertenpolitik soll auch für Australien beispielgebend sein.

„Mehr Selbstbestimmung und Selbstbewusstsein der Betroffenen sind eine wichtige Grundlage“, erklärte Fuchtel, das Persönliche Budget nehme hierbei eine zentrale Rolle ein. Dabei informierte der Bundestagsabgeordnete vor allem über Projekte aus dem Förderprogramm „Strukturveränderung und Verbreitung Persönlicher Budgets“ und ging auf die Anstrengungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ein, die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen mit nationalen Aktionsplänen erfolgreich umzusetzen.

Eigens für die Abteilungsleiterin aus Canberra war ein Besuchsprogramm entwickelt worden, in das sogar noch zwei Jahre nach Ablauf des Förderprogramms zahlreiche Projektträger eingebunden werden konnten.

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