14.02.2013

Beauftragter trifft Beauftragten in Altensteig

Beratungen im Privathaus von Staatssekretär Fuchtel / Griechischer Innenminister vor Ort / Bürgermeister Feeß lässt Dr. Stylianidis ins Goldene Buch eintragen / Gemeinsame Bürgermeisterbüros

Beauftragter trifft Beauftragten in AltensteigFreundschaftlicher Empfang in Altensteig: (jeweils von links) der griechische Innenminister Dr. Evripidis Stylianidis und Bürgermeister Gerhard Feeß sowie Roger Kehle, Präsident des Gemeindetags Baden-Württemberg, und der in Altensteig wohnhafte Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel.

Altensteig. Wenn das kein Zeichen einer guten Zusammenarbeit ist: Die Beratungen der Beauftragten der deutschen und griechischen Regierung für die Deutsch-Griechische Versammlung (DGV), Innenminister Dr. Evripidis Stylianidis und Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, fanden dieser Tage in dessen Privathaus in Altensteig statt. Natürlich kam es auch zur Begegnung mit Bürgermeister Gerhard Feeß samt Eintrag ins Goldene Buch. Auch in der Sache gab es Fortschritte: Die Weichen für den Aufbau von gemeinsamen Bürgermeisterbüros in Thessaloniki und Athen sind jetzt endgültig gestellt.

Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel bekam die Spezialaufgabe vor gut einem Jahr von der Kanzlerin persönlich übertragen (Wir berichteten). Auf griechischer Seite berief der griechische Regierungschef Andonis Samaras seinen Innenminister in die gleiche Mission. Der Jurist hat in Deutschland promoviert. Dr. Stylianidis nahm dies zum Anlass, sich für die große Unterstützung seines Landes zu bedanken. Seine Reise nach Altensteig, dem Heimatort des Staatssekretärs,  wolle er als Ausdruck der großen Wertschätzung verstanden wissen, die sein Land gegenüber dem Politiker Hans-Joachim Fuchtel empfinde.

Dieser habe in kurzer Zeit nicht nur viel zu einer besseren Gesprächsatmosphäre beigetragen, was sein Chef, der griechische Ministerpräsident Andonis Samaras, schon beim Besuch der deutschen Bundeskanzlerin in Athen öffentlich bekundet habe. Mit seinen brillanten Ideen, seiner unerschöpflichen Schaffenskraft und seiner ihm eigenen Dynamik habe er vielen Griechen Mut gemacht und sie zum Handeln motiviert.

Im Mittelpunkt der Beratungen in Altensteig stand der Ausbau des Konzepts der Know-how-Partnerschaften zwischen Gemeinden, Städten und Landkreisen beider Länder. Deswegen war auch Roger Kehle, Vizepräsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Präsident des baden-württembergischen Gemeindetags nach Altensteig gereist.

Hans-Joachim Fuchtel: „im Laufe unserer Zusammenarbeit haben wir entdeckt, dass unsere Kommunen wahre Schatzkisten sind mit teuer entwickelter Erfahrung. Diese Erfahrung auf Basis kommunaler Zusammenarbeit bei Sachthemen in den griechischen Reformprozess einzubringen, ist ein neuer Weg in Europa. Er kann in starkem Maße zur Beschleunigung der Reformarbeiten beitragen, und das ist eine grosse Chance.“ Genauso sieht es auch Stylianidis: “Die griechische Regierung will alles tun, das in sie gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen. Daher sind wir an möglichst vielen Know-how-Partnerschaften interessiert“. Roger Kehle schließlich konnte berichten: „Allein in Baden-Württemberg haben sich über 100 kommunale Experten zur Mitarbeit gemeldet. Die Vorbereitung gemeinsamer Bürgermeisterbüros in Thessaloniki und Athen läuft auf vollen Touren“.

Besonders würdigte der Gesandte von Ministerpräsident Samaras die Aktivitäten des Nordschwarzwaldes. „Die Know-how-Partnerschaft mit Kreta kommt sehr gut voran. Auf mehreren Feldern der Infrastruktur wurde bereits mit der Arbeit begonnen. Alle drei Landräte und der Pforzheimer Oberbürgermeister haben sich persönlich engagiert. Ein Beweis echter deutsch-griechischer Freundschaft“.

So schrieb Dr. Stylianidis dann in deutscher Sprache ins Gästebuch der Stadt unter der Überschrift  „Altensteig Brücke zwischen Deutschland und Griechenland“ unter anderem: „Wir arbeiten als Beauftragte unserer Regierungen zusammen für unser gemeinsames Europa der Demokratie, des Friedens und der Solidarität. Vielen Dank für Ihre Gastfreundschaft.“

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