19.02.2013

Mehr Transparenz in der Pflege

Fuchtel informierte sich beim Geschäftsführer der Diakoniestation / CDU-Gesundheitsexperte Zöller kommt erneut in den Wahlkreis

Freudenstadt / Calw. Der Wert der diakonischen Arbeit wird in der Gesellschaft zu wenig erkannt. Darin sind sich Reinhardt Schmid, Geschäftsführer der Diakoniestation in Freudenstadt, und der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel einig. Der Staatssekretär informierte sich im Rahmen seiner Sprechstunde als hiesiger Bundestagsabgeordneter über die aktuelle Lage vor Ort.

PflegeneuorientierungsgesetzDiskutierten unter anderem über das Pflegeneuorientierungsgesetz: Diakonie-Geschäftsführer Reinhard Schmid (rechts) und der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel in Freudenstadt.


 

So war Reinhardt Schmid gekommen, um den Abgeordneten über den Stand der Umsetzung des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes 2013 (PNG) vor Ort zu informieren. Mangelnde Transparenz erschwere die Anwendung des Gesetzes. Dieses sei zwar ein Fortschritt, aber weitere Fragen müssten geklärt werden. „Sie wären nicht Reinhardt Schmid so wie ich ihn über viele Jahre kennengelernt habe“, sagte Fuchtel, als ihm Schmid dann auch einen Fragekatalog für Berlin offerierte. Es seien viele Ansprüche von demenzkranken Patienten noch nicht bis zum Ende geklärt, und das müsse schnell erfolgen, mahnte Schmid.

Es sei sicher grundsätzlich zu begrüßen, so der Geschäftsführer der Diakoniestation Freudenstadt, dass das zum 1. Januar in Kraft getretene Gesetz mehr finanzielle Leistungen für betroffene Menschen mit einer Demenz vorsehe. Auch würden  die Rechte der Patienten und ihrer Angehörigen gestärkt. Gerade deswegen müssten aber auch rechtzeitig die Rahmenbedingungen abgesteckt werden. So seien die häuslichen Leistungen noch nicht ausreichend  definiert und die Verhandlungen mit den Kassen nicht mal abgeschlossen, obwohl gerade dieser Passus neu in das Gesetz aufgenommen worden sei.

Das Pflegesystem sei zudem äußerst komplex, argumentierte Schmid, so dass viele Menschen die Leistungsabrechnungen nicht nachvollziehen könnten. Gerade für die Betroffenen wäre es aus seiner Sicht sinnvoll, zum Stundensatz zurückzukehren, um Leistungserbringung und Leistungsabrechnung besser nachvollziehen zu können.

62 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen bei der Diakoniestation Freudenstadt im Schnitt zwischen 270 und 280 Patienten. Für die Außeneinsätze sind 17 Fahrzeuge täglich im Einsatz. Hans-Joachim Fuchtel bat, diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank für ihre Arbeit zu überbringen.

Fuchtel konnte Schmid darüber informieren, dass aufgrund verschiedener Anfragen zur Gesundheitspolitik der CDU der Gesundheitsexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,  Wolfgang Zöller, auch als Patientenbeauftragter der Bundesregierung bekannt, erneut in den Wahlkreis kommen werde.


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