27.02.2013

Grünes Wissen für die Sonneninsel Kreta aus dem Nordschwarzwald

DEKRA Vorstand Gerdon: Konzept der Deutsch-Griechischen Versammlung überzeugt / Krieck legt Abfallkonzeption vor / DEKRA Akademie entwickelt Computerlernspiel für mehr Umweltbewusstsein auf Griechenlands größter Insel

Grünes Wissen für die Sonneninsel Kreta aus dem NordschwarzwaldNachhaltige Hilfe für Griechenland (von links): DEKRA-Vorstandsmitglied Roland Gerdon, Dietmar Metzger, der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel und Dr. Peter Littig.

Stuttgart / Nordschwarzwald. Die Abfallwirtschaft im Nordschwarzwald kommt bei ihrer Know-how-Partnerschaft mit Kreta sichtbar voran: Der Chef der Abfallwirtschaft im Landkreis Calw, Dr. Manfred Krieck, hat in seiner Freizeit mit einer Reihe von Experten weitreichende Vorschläge entworfen. So hat die DEKRA Akademie in Stuttgart ein interaktives Computerspiel entwickelt, damit vor allem junge Menschen in der griechischen Partnerregion für Mülltrennung und Umweltschutz sensibilisiert werden. 

Spielerisch werden in dem vor allem für Schulen gedachten Programm Punkte beim Vermeiden von Müll und vorbildlichem Verhalten in freier Natur und am Strand gesammelt. Außerdem wird vermittelt, was nach der Mülltrennung mit dem Abfall passiert. Als „Entsorgungsbotschafter“ sollen die Mädchen und Jungen auch zuhause mehr Umweltbewusstsein schaffen. „Dieses Beispiel zeigt, wie hoch die praktische Bereitschaft zur Unterstützung ist“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel. Das sei auch ein Beitrag zum Tourismus, denn „saubere Strände ziehen mehr Gäste auf die Insel und sorgen in der Folge für Arbeitsplätze“.

„Umweltschutz ist uns wichtig. Deshalb unterstützen wir gerne mit unserem Know-how als internationale Expertenorganisation mit weltweit mehr als 28.000 Beschäftigten die Arbeit des Beauftragten der Bundeskanzlerin für die Deutsch-Griechische Versammlung“, sagte Roland Gerdon, Vorstand DEKRA e.V. und DEKRA SE, beim Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel in der Stuttgarter Zentrale, „eine wichtige  Beratungsleistung ist Nachhaltigkeitsmanagement.“

So unterstütze DEKRA Consulting Kunden beispielsweise bei der Erstellung von CO2-Bilanzen für den Fuhrpark und das gesamte Transportunternehmen. „Das spart unter anderem Kraftstoff und damit CO2 ein und rechnet sich auch ökonomisch.“ Das DEKRA EnergieEffizienz-Portal ermögliche  kommunalen Versorgern, flächendeckend die Energiesituation in ihrer Gemeinde online und Einsparpotenziale zu erheben –  und die DEKRA Akademie biete viele Lehrgänge mit ökologischem Bezug an.

Aus dem Gesamtspektrum des Wissenstransfers stand diesmal der Umweltbereich mit Aus- und Weiterbildung von Personal im Abfallsektor sowie die Stärkung der Bewusstseinsbildung zur Debatte. Dazu hatte der Chef der Abfallbetriebe, Dr. Manfred Krieck, mit befreundeten Fachleuten ein Gesamtpapier für Kreta und weitere griechische Inseln verfasst. Nach Ansicht von Krieck spielt die Stärkung des Bewusstseins für Müllsortierung eine wichtige Rolle: „Ohne Sortierung keine gezielte Verwertung.“ Das sei aber ein zentrales Problem in Griechenland. Auch in Deutschland habe man dafür lange Vorlaufzeiten gehabt. Diese sollen nun in Griechenland wesentlich kürzer ausfallen. „Die Krise in Europa beflügelt in vielen Mosaiken zu neuen Ideen“, kommentierte Fuchtel die Vorschläge.

Darüber hinaus signalisierte die DEKRA Akademie die Bereitschaft, die Modernisierung der Berufsausbildung für junge Griechen zu unterstützen und bei geeigneten Modellprojekten mitzuwirken. „Hierbei können wir auch auf Erfahrungen aus Projekten zurückgreifen, mit denen die DEKRA Akademie in den neuen Bundesländern wirksame Unterstützungsarbeit geleistet hat“, erklärten die DEKRA Experten Dietmar Metzger und Dr. Peter Littig.

[Druckversion]