17.05.2013

Ortschaftsrat fährt nach Kreta

Pfrondorfer Kommunalpolitiker wollen Know-how-Partnerschaft unterstützen / Staatssekretär Fuchtel bei Ortsvorsteherin Renz

Ortschaftsrat fährt nach Kreta Besprachen den Einsatz des Pfrondorfer Ortschaftsrates auf Kreta: Ortsvorsteherin Stefanie Renz und der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel MdB

Nagold-Pfrondorf. Das Angenehme soll mit dem Nützlichen verbunden werden: Der Ortschaftsrat Pfrondorf macht diesmal seine traditionelle Ausflugreise – selbstverständlich auf eigene Kosten – nach Kreta. „Damit wollen wir einen kleinen Beitrag zu den Bemühungen der Region im Rahmen der Know-how-Partnerschaft leisten“, sagt Ortsvorsteherin Stefanie Renz.

Zur Umsetzung dieses Vorhabens hatte sie kurzerhand zum Telefon gegriffen und im Büro des Mannes angerufen, der als Beauftragter der Bundeskanzlerin in bestimmten Fragen in besonderer Weise mit Griechenland befasst ist. Es dauerte keine zwei Wochen, und der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel erschien auf dem Bauernhof, den das Ehepaar Renz im Nebenerwerb betreibt.

Fuchtel begrüßte das Vorhaben. In Griechenland habe man aus den vielen kleinen Dörfern durch eine radikale Gemeindereform insgesamt 325 neue Kommunen gemacht. Innerhalb dieser Großeinheiten gebe es die bisherigen Dorfstrukturen, wie sie sich auch hierzulande erhalten haben. Das wollen sich die Pfrondorfer Ortschaftsräte genauer anschauen und ihre Erfahrungen weitergeben. Das Gremium möchte sich mit der griechischen Infrastruktur vertraut machen, um Ideen für die regionale Partnerschaft zu entwickeln.

Das Vorgehen mit Know-how-Partnerschaften sei politisch gesehen ziemliches Neuland, berichtete Hans-Joachim Fuchtel. Gerade dadurch sei man auch neugierig geworden, betonte die Ortsvorsteherin. Es sei hochinteressant, auf diese basisnahe Weise den Reformprozess zu begleiten. Der Staatssekretär sagte zu, interessante Gesprächspartner   zu vermitteln. Die Anfragen – nun auch aus Pfrondorf – zeigten eine bundesweit große Bereitschaft, eigene Beiträge einzubringen. Auf diese Weise gelinge eine Beteiligung der Zivilgesellschaft an sehr komplexen politischen Prozessen. Das Vorhaben der Pfrondorfer betrachte er als Ermutigung.  

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