10.06.2013

Gemeinsam die Schulbank drücken

Behinderte können Bereicherung für Unterricht sein / Fuchtel sucht preisverdächtige Schulen im Nordschwarzwald

Calw / Freudenstadt. Deutschland soll inklusiv werden. Denn gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen stärkt die Bildungschancen aller Kinder, sagt der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Davon ist auch der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel überzeugt.

Sein Parteifreund Hubert Hüppe, auch im Wahlkreis Calw/Freudenstadt durch mehrere Besuche bekannt, hat als Behindertenbeauftragter erneut den Jakob-Muth-Preis für inklusive Schule ausgeschrieben, den 2010 die Grundschule Egenhausen gewonnen hat. In Fuchtels Augen ein Ansporn für Nacheiferer im Nordschwarzwald, sich ebenfalls zu bewerben.

Der gemeinsame Unterricht behinderter und nicht-behinderter Kinder ist in einer UN-Konvention geregelt. Denn inklusive Bildung ist ein zentrales Anliegen der UNESCO. Auch in seinem Wahlkreis engagieren sich immer mehr Schulen für die Inklusion, sagt Fuchtel. Diese sind durchaus preisverdächtig, denn der Jakob Muth-Preis zeigt anhand von Praxis-Beispielen, wie Schulen den Weg zur Inklusion gemeinsam mit den Eltern beschreiten. Schon der Namensgeber der Auszeichnung, der Pädagoge Professor Jakob Muth, war überzeugt, dass jedes gute Beispiel Früchte trägt.

Bewerben können sich bis 14. Juni alle Schulen und Schulverbünde. Informationen gibt es in Fuchtels Abgeordnetenbüro unter Telefon 030/227-79077 oder per Mail:hans-joachim.fuchtel@bundestag.de.

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