16.07.2013

Ruhekiste für den Ehrengast

Schopflocher sagen Staatssekretär Fuchtel Danke / Neue Ortsumfahrung Segen für Gemeinde / Kosten im Rahmen geblieben / Fuchtel arbeitet bereits am nächsten Abschnitt

Ruhekiste für den Ehrengast Eine Ruhekiste überreichte Bürgermeister Klaas Klaassen dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel im Auftrag des Schopflocher Kindergartens als Dank für die Umgehungsstraße.

Schopfloch. Mit einem Sommerfest mitten auf der Durchgangsstraße feierten die Schopflocher nach den Worten ihres Bürgermeisters Klaas Klaassen ein „Jahrhundertereignis“: Die neue Ortsumfahrung macht möglich, was vor einem Jahr noch völlig undenkbar gewesen wäre. Ehrengast zwischen Hunderten von begeisterten Schopflocherinnen und Schopflochern bei dieser zünftigen Hockete im Ortskern war der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel.

 

Der hatte, wie der Rathauschef besonders hervorhob, durch seinen ideenreichen Einsatz im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages für eine rapide Beschleunigung des Projekts gesorgt. Angesichts der Tatsache, dass viele Straßen im Land noch immer auf ihre Realisierung warten, sei das „schon ein kleines Wunder“, von dem die Schopflocher auf der ganzen Linie profitierten. Vorbei die Zeiten, in denen „ein Lkw den anderen jagte“, freute sich Klaassen. Die Folgen dieses politischen Einsatzes seien regelrecht spürbar.

Die Ruhe im Ort hätten die Schopflocher auch ihrem Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel mit zu verdanken, der das Projekt nie aus den Augen verloren habe. „Er hat Wort gehalten, wofür wir ihm sehr dankbar sind“, sagte der Bürgermeister. Deshalb überreichte er dem Ehrengast eine Ruhekiste für seine Musestunden. Die hatten die Mädchen und Jungen des Kindergartens für den Staatssekretär gebastelt, versehen mit der Aufschrift „Danke, Herr Fuchtel“ und mit einem Ruhekissen gefüllt.

Der Abgeordnete gab sich derweil bescheiden: Es sei schließlich Aufgabe eines Politikers, für seine Bürger da zu sein, betonte Fuchtel. Wenngleich ihm die Ortsumgehung von Schopfloch schon einige Sonderaktivitäten abverlangt habe. Es habe einen langen Vorlauf gegeben, “einen Zeiteinsatz der so von außen nicht sichtbar ist“ erläuterte der Bundestagsabgeordnete. Allein an vier Wochenenden sei er mit dem früheren Bürgermeister Ernst Winter über mögliche Trassenvarianten  marschiert, erinnerte er sich. Sein Nachfolger im Rathaus habe es bestens verstanden, dieses Werk fortzuführen und mit ihm als Abgeordnetem sowie den Bürgern an einem Strang zu ziehen. Das Ergebnis sorge für neue Lebensqualität im Ort: Denn aus diesem Einsatz sei nun das „kleine Meisterstückle“ entstanden, dass die Gemeinde Schopfloch in ihrem Kern liebens- und lebenswerter mache sowie ihre Strukturen nachhaltig verbessern helfe.

Mit vollem Nachdruck treibe er bereits die Fortsetzung der  Bundesstraße 28 neu im nächsten Streckenabschnitt voran. Diese soll vor allem den Bahnübergang beim Seewald umfassen, erklärte Fuchtel. Über das Finanzierungsgesetz für Eisenbahnkreuzungen habe man einen Weg gefunden, um einen weiteren Abschnitt realisieren zu können. Das reduziere die Kosten für den Bund auf diesem Streckenabschnitt durch Beteiligung der Deutschen Bahn um ein Drittel – was angesichts der erforderlichen Gesamtaufwendung für die noch zu bauenden Abschnitte ausgesprochen hilfreich sein werde.

Was die Kosten für die neue Umgehungsstraße anbelangt, könnten die Schopflocher übrigens mehr als zufrieden sein. Mit elf Millionen Euro seien die Straßenbauer im Rahmen geblieben. Eine gute Nachricht für jeden Steuerzahler im Land. Dafür bekam auch der leitende Ingenieur Bernd Weber vom Regierungspräsidium Karlsruhe einen donnernden Beifall.[Druckversion]