25.07.2013

Gemeinsam für die neue Unterkunft

Zwei Staatssekretäre mit Großaufgebot überrascht / THW, Feuerwehr, DRK, DLRG und Polizei ziehen an einem Strang

Gemeinsam für die neue UnterkunftNahm den Schlagbohrer beim Horber THW sogar selber in die Hand: der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Ole Schröder (mit Helm), begleitet unter anderem vom Ortsbeauftragten Rainer Goller (links), THW-Vizepräsident Gerd Friedsam, Horbs Oberbürgermeister Peter Rosenberger und dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (Fünfter bis Siebter von links).

Horb. Überzeugungsarbeit auf der ganzen Linie haben Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW) in Horb geleistet. Sie überraschten die beiden Parlamentarischen Staatssekretäre Dr. Ole Schröder und Hans-Joachim Fuchtel mit einer ungewöhnlichen Demonstration ihrer Schlagkraft, als es um die künftige Unterkunft ging. Bei diesem Großaufgebot wurden sie freundschaftlich von den Feuerwehren aus Horb und Eutingen, der Jugendfeuerwehr aus Horb-Betra, dem DRK Horb, der DLRG Horb-Altheim, den Notfallmanagern der Bahn sowie der Polizei unterstützt.  

Zumindest haben die freiwilligen Einsatzkräfte mit der Umgestaltung der ehemaligen Hohenberg-Kaserne in ein Übungsgelände eines erreicht: Bei Ole Schröder wird das Anliegen nicht mehr in Vergessenheit geraten. "Ganz oben auf seinem Stapel liegt jetzt die Horber Akte", schmunzelte denn auch der hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel, der den Kollegen aus dem Bundesinnenministerium in die Neckarstadt gelotst hatte, damit die Horber ihr Anliegen vortragen konnten. Das hatte der frühere Präsident der THW-Bundesvereinigung nicht nur aus alter Verbundenheit heraus getan, sondern vor allem, weil er die Not der Horber kannte.

Die hat sich weiter zugespitzt, konnte sich Ole Schröder in der bisherigen Unterkunft an der Kreuzerstraße persönlich ein Bild machen. Denn das Haus aus dem Jahr 1925 ist in sehr schlechtem Zustand, die Sanitärräume entsprechen nicht den Vorschriften und die Werkstatt im Keller wurde aus gesundheitlichen Gründen zwischenzeitlich von den Behörden sogar gesperrt, erklärte geduldig Ortsbeauftragter Rainer Goller. Doch man habe ja im Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel einen Fürsprecher, der "immer dann hilft, wenn sich nichts mehr vorwärts bewegt."

Dessen Initiative hat nun für Bewegung in der Sache gesorgt. "Der Horber THW-Ortsverband ist bei den Investitionen als nächster dran", stellte Ole Schröder unmissverständlich klar, nachdem er mit dem Bohrhammer symbolisch ein Loch in eine Betonwand gestemmt und den jugendlichen THW-Helfern bei ihren Übungen über die Schulter geschaut hatte, "ich werde bald schon die notwendigen Gespräche führen."

Die Helferinnen und Helfer hätten klug die Gelegenheit beim Schopf ergriffen, um anschaulich vor Augen zu führen, wie die Zukunft der Hilfsorganisationen in Horb aussehen sollte, betonte Hans-Joachim Fuchtel, dabei seien auch die Synergien sichtbar geworden, die ein gemeinsames Rettungszentrum bringen. Er zollte den Helferinnen und Helfern Respekt, wie sie selbst in Zeiten der Not zusammenstehen. Für die Gesellschaft leisteten sie in ihrer Freizeit Großartiges, sagte Fuchtel, nachdem er gemeinsam mit Schröder und Jugendlichen Sandsäcke geschleppt hatte. Deshalb "müssen wir dafür sorgen, dass das Ehrenamt attraktiv bleibt!"

Auch Horbs Oberbürgermeister Peter Rosenberger sah sich mit dem Besuch der beiden Staatssekretäre dem erklärten Wunsch der Stadt, ein gemeinsames Rettungszentrum in der ehemaligen Kaserne zu realisieren, ein deutliches Stück näher gekommen. Die Stadt hat das Kasernengelände von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) bereits gekauft; einen Teil, nämlich die Unterkünfte für das THW, wird der Bund bei der BImA wie üblich anmieten.

Mit ihrem großartigen Einsatz hätten die Helferinnen und Helfer ihrem Wunsch ein Gesicht gegeben, freute sich THW-Vizepräsident Gerd Friedsam aus Bonn, der Tag in Horb sei aber auch ein Motivationsschub für das Ehrenamt gewesen.

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