25.07.2013

Innovative Werbung für das THW

Staatssekretär Schröder startet Projekt für Nachwuchssuche der Hilfsorganisation

Innovative Werbung für das THW Den Einsatz der jungen Helferinnen und Helfer für die innovative Werbeaktion des THW in Waldachtal lobten die Parlamentarischen Staatssekretäre Dr. Ole Schröder (Mitte) und Hans-Joachim Fuchtel (rechts).

Waldachtal. Die Jugendarbeit hat einen hohen Stellenwert beim Technischen Hilfswerk (THW). Damit der Nachwuchs der Hilfsorganisation erhalten bleibt, hat Dr. Ole Schröder, Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesinnenminister, in Anwesenheit seines Kollegen Hans-Joachim Fuchtel eine innovative Werbeaktion im Nordschwarzwald gestartet, die bundesweit weiterverfolgt werden soll. 

Erstmals sollten jugendliche THW-Helfer ihren Alterskameraden in Waldachtal vor Augen führen, wie lehrreich und faszinierend eine Mitarbeit beim Technischen Hilfswerk ist. Doch wenngleich die eigentliche Jugendübung wegen sintflutartiger Niederschläge buchstäblich ins Wasser fiel, so sorgte allein schon der Einsatz eines Hebekissens, mit dem ein knapp 12 Tonnen schweres THW-Fahrzeug in die Höhe gehievt wurde, für staunende Gesicher bei Jung und Alt rund um die Mutter-Kind-Klinik "Am Zauberwald".

Diese neue Art der Weitergabe von Wissen um den Katastrophenschutz, kommentierte Hans-Joachim Fuchtel, bringe  eine klassische Win-win-Situation:  Auf der einen Seite könne sich die Hilfsorganisation in ihrer Kompetenz präsentieren auf der anderen Seite würde nach solchen Vorführungen in den Familien besprochen, ob nicht eigenes Engagement interessant sein könnte.: "Wir müssen jungen Menschen schon früh Perspektiven für eine sinnvolle Freizeitgestaltung geben und dazu Alternativen aufzeigen."

Das Interesse an der THW-Schau war groß und ist in Fuchtels Augen auf jeden Fall ausbaufähig. Allein in Deutschland gebe es an die 50 Mutter-Kind-Kliniken, wo sich die Informationsaktion wiederholen ließe.

"Das THW lebt vom Ehrenamt", verdeutlichte Ole Schröder vom Bundesinnenministerium, dem das THW untersteht. Deshalb sei es von immenser Wichtigkeit, in diesen Zeiten rechtzeitig auf Nachwuchssuche zu gehen. Die Jugendarbeit des THW sei hervorragend organisiert und ein "riesiger Schatz, den wir pflegen sollten."

"Die Jugend ist unsere Zukunft", pflichtete ihm THW-Vizepräsident Gerd Friedsam bei, rund 15000 Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren engagieren sich momentan bei der Hilfsorganisation. Derzeit öffne man sich bewusst für die Altersgruppe ab sechs Jahren, weil man nicht früh genug damit beginnen könne, die Kinder für das Ehrenamt zu begeistern. Junge Menschen lernten im Miteinander nicht nur, für den Ernstfall zu proben, sondern auch, sich im Team zu bewähren.

Staatssekretär Fuchtel denkt vor allem auch an Mädchen, denen schon in jungen Jahren die sogenannten „MINT-Berufe“ näher gebracht werden sollten. Die Gesellschaft brauche auch die technisch bestens ausgebildeten Frauen. Die Mädchen lernten wie die Jungs den präzisen und verantwortungsvollen Umgang mit der Technik. Das THW leiste wertvolle Katastrophenhilfe in aller Welt. Wer einmal ein solches Ehrenamt ausgeübt habe, der habe auch das Rüstzeug für seinen beruflichen Werdegang. Denn THW-Helfer bildeten sich in ihrer Freizeit weiter und würden wertvolles, technisches Wissen mit an ihren Arbeitsplatz bringen.

[Druckversion]