06.08.2013

Förderung aus Berlin

Staatssekretär Fuchtel: Besondere Aktivitäten in Oberreichenbach werden für Bürgerprojekt mit 20.000 Euro anerkannt

Förderung aus BerlinFreuen sich über die Förderung aus Berlin für Oberreichenbach: Bürgermeister Karlheinz Kistner (links) und der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel.

Oberreichenbach. Engagement zahlt sich aus. Deshalb erhält die Gemeinde Oberreichenbach einen Förderbeitrag aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Höhe von 20.000 Euro für ihr Projekt „Lebensqualität durch Nähe“. Bei seinem Gemeindebesuch anerkannte der Politiker gegenüber Bürgermeister Karlheinz Kistner ausdrücklich „den Blick nach vorn“.

Inhalt des Projekts ist, dass sich die Bürger von Oberreichenbach zum Wohle ihrer Mitmenschen besonders aktiv in das Gemeindeleben einbringen. In sechs Arbeitskreisen werden Ideen entwickelt, um die Strukturen für Jüngere und Ältere zu verbessern. Damit soll Oberreichenbach als Wohnort attraktiv bleiben. Das Bürgerbeteiligungsprojekt beinhaltet auch eine Anlaufstelle für ältere Menschen, den Aufbau eines Hilfenetzwerkes und die Entwicklung von ambulanten Pflegewohngruppen. „Keiner muss sein gewohntes Lebensumfeld verlassen, nur weil er ein Handicap hat“, ist in der Zielsetzung  formuliert, mit der sich Oberreichenbach um die Förderung beworben hat.

Das Projekt  deckt sich unmittelbar mit der Demografie-Strategie der Bundesregierung, den Menschen im Land so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in ihrem vertrauten Wohnumfeld zu ermöglichen“ sagte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel. Die Resonanz auf die Ausschreibung sei mit 500 Bewerbungen auffallend hoch gewesen. „Es spricht für die Oberreichenbacher, dass die Kommune zu den ausgewählten Projekten zählt“.

Kistner dankte dem Abgeordneten Fuchtel für regelmäßige Besuche in Oberreichenbach. Zwar kämpfe auch Oberreichenbach mit den üblichen infrastrukturellen Benachteiligungen des ländlichen Raumes. Insbesondere bei der Versorgung mit einer adäquaten Internetverbindung für die Bürger warte die Gemeinde noch immer auf Fortschritte und das, obwohl auf der Gemarkung drei Glasfaserkabel-Anschlüsse zusammenlaufen. Bürgermeister Kistner: „Wir bleiben am Thema und den zuständigen privaten Anbietern dran“. Auch bei verschiedenen anderen Förderprojekten und als Preisträger habe man einiges erreicht. Kistner: Schließlich fährt das erste Elektro-Bürgerauto nicht in Stuttgart oder andernorts, sondern hier in Oberreichenbach. Darüber hinaus kümmern sich der Bürgermeister und alle anderen Mitglieder der „Solar Lokal“-Gemeinde auch um die Steigerung der Lebensqualität vor Ort und ein noch besseres Miteinander.

Seit 2009 beteiligt sich die Gemeinde am LEADER-Projekt „Lebensqualität durch Nähe“. Nicht zuletzt durch solche Projekte unter Einbindung möglichst vieler Bürger unterschiedlicher Generationen ist in Oberreichenbach eine Aufbruchstimmung spürbar.

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