22.08.2013

Fleiß der Landwirtschaft gelobt

Staatssekretär Fuchtel in Klosterreichenbach / Besuch auf Hof Schwenkel / Statt Nationalpark in schnelles Internet investieren

Fleiß der Landwirtschaft gelobt Hoch auf dem Traktor: der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel mit dem Jungbauern Martin Schwenkel und dessen Freunden.

Baiersbronn-Klosterreichenbach . Prompt ist der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel einer Einladung des Jungbauern Martin Schwenkel nach Klosterrreichenbach gefolgt. Der hatte gemeinsam mit seinen Freunden den Bundestagsabgeordneten in seiner Bürgersprechstunde in Freudenstadt besucht und Gründe für die Ablehnung des geplanten Nationalpark vorgetragen.

"Mir gefällt an Euch", sagte der Politiker, als er sich über den Familienhof führen ließ, "dass ihr eine eigene Meinung habt und diese auch klar äußert." Martin Schwenkel: "130 Bannwälder sind doch genug!" Die Familie des Jungbauern, die sich der biologischen Landwirtschaft verschrieben hat, ist auch Privatwaldbesitzer. Er wolle nicht, dass es eines Tages trostlos in dem Touristenort aussehe und die Gäste womöglich ausblieben. Eine solche Entscheidung lasse sich später nicht mehr rückgängig machen.

Richtig sei, so Fuchtel, dass man nicht wisse, wie sich der  Wert der Immobilien in der Nähe des Nationalparks entwickle. Statt in ein solches Prestigeobjekt zu investieren, täte die Landesregierung gut daran, die Breitband-Versorgung in dieser Region zu forcieren, war eine weitere Meinung. Denn fehlende schnelle Internetverbindungen seien unter anderem ein entscheidender Faktor dafür, ob sich junge Menschen und junge Familien im ländlichen Raum niederlassen oder abwandern.

Fuchtel lobte den Fleiß, der sich über Generationen in der Landwirtschaft auf die Nachfolger übertrage. So auch auf dem Biohof von Familie Schwenkel, auf dem mittlerweile schon Sohn Martin Schwenkel mitarbeitet. Die Bauern würden landauf, landab die Landschaften pflegen und sich um die gesunde Haltung ihres Viehbestandes sorgen. Der Biohof Schwenkel zählt 25 Milchkühe, berichtete Martin Schwenkel nicht ohne Stolz.

Als der Staatssekretär schließlich auf einem Schlepper Platz nehmen durfte, um in die Geheimnisse dieses PS-starken Gefährts eingeführt zu werden, da wurden in Hans-Joachim Fuchtel die Erinnerungen an die eigene Jugendzeit in Eutingen wach. Damals habe er schon als Neunjähriger in der Landwirtschaft geholfen und wisse seitdem, wie man mit Traktoren umgehe.

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