23.08.2013

Bei Förderung durch Bund dabei

Projekte aus Freudenstadt positiv beschieden / Katherina Reiche informiert vor Ort / Förderung aus Bundesumweltministerium für Energieeffizienz / Fuchtel: Potenziale voll nutzen

Bei Förderung durch Bund dabei Die Parlamentarische Staatssekretärin Katherina Reiche aus dem Bundesumweltministerium informierte bei ihrem Besuch im Wahlkreis Calw/Freudenstadt über Zuschüsse für den Landkreis Freudenstadt. Rechts: der Parlamentarische Staatssekretär und CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel.

Freudenstadt . Wie partizipiert man am besten von Bundesmitteln für Projekte im Rahmen der Energieeffizienz? Der hiesige Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel (CDU) denkt, „man kann noch mehr auf die Beine stellen“ und ludt die zuständige Parlamentarische Staatssekretärin Katherina Reiche aus dem Bundesumweltministerium direkt in den Nordschwarzwald ein. Zwischenzeitlich gibt es vier laufende Projekte und mehrere im Antragsverfahren.

Sinn der Einladung der Staatssekretärin sei gewesen, so Fuchtel in seiner Funktion als Wahlkreisabgeordneter, auf die Förderungsmöglichkeit durch den Bund hinzuweisen. Fuchtel: “Es tut mir richtig weh, wenn in meinem Wahlkreis bei weitem nicht alle Optionen genutzt werden!“ Staatssekretärin Katherina Reiche besänftigte ihren Kollegen mit dem Hinweis, dass der Landkreis Freudenstadt zwischenzeitlich kein „weißer Fleck“ mehr sei und nannte gleich vier energieeffiziente Projekte, die in Berlin aktuell positiv beschieden wurden. Dazu zählt die Sanierung der Beleuchung der Stadionhalle in Freudenstadt, die am 1. Dezember 2013 beginnt und bis 30. November 2014 andauert. Dieses Projekt schlägt mit 50.955 Euro zu Buche und wird mit 40 Prozent seitens der Bundes bezuschusst.

Die Sanierung der Innenbeleuchtung in der Berufsschule beginnt bereits am 1. Oktober und dauert bis 30. September nächsten Jahres. Hierfür gibt es ebenfalls eine 40-prozentige Förderung, also 74.533 von insgesamt 186.332 Euro.

Das Gleiche gilt für die Innenbeleuchtung des Landratsamtes in Freudenstadt. Von den Kosten in Höhe von 24.980 Euro übernimmt Vater Staat 9.992 Euro, also 40 Prozent. Diese Sanierung beginnt ebenfalls am 1. Oktober und dauert bis 30. September 2014.

Und schließlich gibt es in 2013 nochmals einen Zuschuss für die Sanierung der Außen- und Straßenbeleuchtung in der Stadt Freudenstadt. Diese Arbeiten haben schon am 1. August begonnen und dauern bis Ende Juli 2014. Von den veranschlagten Gesamtkosten in Höhe von 110.414 Euro gibt es Fördermittel in Höhe von 20 Prozent, also 22.083 Euro.

In den letzten zwei Jahren seien ohnehin bereits über 86.000 Euro für drei Projekte in den Landkreis Freudenstadt geflossen, betonte die Staatssekretärin. Das Bundesumweltministerium hat grünes Licht für die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Freudenstadt, das Umrüsten von Straßenbeleuchtungen in Freudenstadt auf moderne LED-Technik und die Erneuerung der Lüftungsanlage am Berufsschulzentrum in Freudenstadt gegeben. Die Gesamtkosten beliefen sich dafür auf fast 200.000 Euro. Die Entscheidung über einen weiteren Zuschuss für die Sanierung und Nachrüstung von Lüftungsanlagen am Beruflichen Schulzentrum und über die Sanierung der Beleuchtung an der David-Fahrner-Halle in den Jahren 2013 und 2014 stehen noch aus. .

Fuchtel und Reiche nutzten bei ihrem Treffen mit kommunalen Mandatsträgern im Nordschwarzwald die Gelegenheit, um die Kommunen für die nationalen Klimaschutzinitiativen zu sensibilisieren und über Förderprogramme zu informieren. So finanziert das Bundesumweltministerium auf Antrag für zwei Jahre sogar einen Kimaschutzmanager. Staatssekretärin Reiche betonte, dass die Energieversorgung der Zukunft sowohl dem Aspekt Umweltschutz als auch dem Wohlstand Rechnung tragen müsse. 

Auch andere Ideen kamen zur Sprache: "Aus meiner Sicht ist es enorm wichtig, die Wertschöpfung aus regenerativen Energien in der Region zu halten", machte sich der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel für die Gründung von Energiegenossenschaften stark. Er ermunterte, in jeder Gemeinde genau zu prüfen, auf welche Weise erreicht werde, dass "die Erlöse da ankommen, wo die Energie erzeugt wird."

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