29.08.2013

Ins Berliner Netzwerk einbinden

Private Hochschule auf Weg zur Internationalisierung / Exklusive Gesprächsrunde mit Staatssekretär aus Bildungsministerium

Ins Berliner Netzwerk einbinden Exklusive Gesprächsrunde in der privaten Hochschule Calw (von links): Teamleiterin Anke Wesser, Rektor Peter J. Weber, die beiden Parlamentarischen Staatssekretäre Helge Braun und Hans-Joachim Fuchtel sowie Ronja Schmitt, Kreisvorsitzende der Jungen Union

Calw. Die private Hochschule in Calw wird stärker in das Berliner Netzwerk eingebunden. Mit dem Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Helge Braun hat die Bildungseinrichtung eine weitere Stufe auf ihrem Weg zur Internationalisierung erklommen. Die exklusive Gesprächsrunde mit dem hochrangigen Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hatte der hiesige Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel eingefädelt.

Rektor Professor Dr. habil. Peter J. Weber und Teamleiterin Anke Wesser waren sich der Bedeutung dieser für die private Hochschule wichtigen Stunde bewusst, als sie gleich zwei Vertreter der Bundesregierung am Tisch hatten. Helge Braun hatte seinen Kabinettskollegen Hans-Joachim Fuchtel bewusst um einen Terminvorschlag in einer kleineren Bildungseinrichtung gebeten, um deren Erfahrungen in seine Arbeit einfließen zu lassen. "Zudem achten wir bei Förderanträgen strikt auf die Gleichstellung von privaten und staatlichen Hochschulen und Universitäten", stellte Braun klar.

Die privaten Hochschulen müssten nur den Mut haben, sich dem Wettbewerb mit den "großen Tankern" (Weber) zu stellen. "Das Thema ist uns sehr wichtig", so der Staatssekretär. Private Hochschulen wie die in Calw seien in der Regel hervorragend aufgestellt, um einen Beitrag zur gesellschaftlichen Diskussion über die europäische Frage zu leisten. Deshalb sollten sie die Angebote aus dem Ministerium unbedingt nutzen.

Auch der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel ermunterte die Hochschulleitung, sich mit ihrem Anliegen auch an ihn als dem direkt gewählten Bundestagsabgeordneten zu wenden. Ein enger Kontakt zwischen Hochschule und Politik könne für beide Seiten sehr hilfreich sein. Gerne wolle er bei der Suche nach weiteren Räumlichkeiten helfen, da die Hochschule mit ihrer Studierendenzahl an die Obergrenze gelange. Auch der Europaabgeordnete Daniel Caspary stehe als kompetenter Ansprechpartner auf europäischer Ebene zur Verfügung.

Die Bundesregierung setze sich nachhaltig dafür ein, so Helge Braun, dass die Studiengänge im Ausland stärker und automatisierter anerkannt würden. Vor allem für die Forschung sei ein Andocken auf internationaler Ebene unabdingbar. In diesem Prozess seien dem Bundesministerium die kleinen, privaten Hochschulen genauso lieb und teuer wie die großen, "weil wir glauben, dass hier genau die richtige Arbeit geleistet wird." Begeistert zeigte sich der Staatssekretär von der Idee einer Seniorenuni für Calw, die es bislang in der Region noch nicht gibt.

Staatssekretär Fuchtel möchte eine weitere Kompetenz der Calwer Hochschule anzapfen: Mit Hilfe der neuen Medien würde er zum einen gerne die Möglichkeit ausloten, wie junge Leute stärker für die Arbeit in den Vereinen begeistert werden können und zum zweiten möchte er die Weiterbildung für über 50jährige forcieren. Helge Braun betonte, dass das Teilzeitstudium und die Unterstützung dieser Studierenden durch den Staat ein wichtiges Thema der Zukunft sei. "Die Weiterbildung im Alter liegt uns allein schon aus Gründen der demografischen Entwicklung sehr am Herzen", machte der Staatsekretär deutlich.

Die Junge Union im Kreis Calw, betonte deren Kreisvorsitzende Ronja Schmitt, möchte an die erfolgreiche Zusammenarbeit in der Vergangenheit mit der Hochschule Calw anknüpfen.

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