29.08.2013

Gratulation an Vorstand und Mitarbeiterschaft von Boysen

Zwei Staatssekretäre der Bundesregierung in Altensteig / Leistung führt zu Rekordergebnis / Deutschland soll Land der Innovationen bleiben / Geisel: Neue Ideen guter Ansatz für Mittelstand

Gratulation an Vorstand und Mitarbeiterschaft von BoysenÜber neue Formen der Mittelstandsförderung im Bereich der Forschungsausgaben diskutierten bei Boysen in Altensteig (von links): der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Helge Braun (Bundesministerium für Bildung und Forschung), Boysen-Personalleiter Dr. Clemens Amann, Boysen-Geschäftsführer Rolf Geisel, der Parlamentarische Staatssekretär und hiesige Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel sowie Michael Fischer (Boysen-Bereichsleiter Entwicklung).

Altensteig . Es hätte nicht besser zusammentreffen können: Boysen gibt sein Rekordergebnis bekannt. Einen Tag später erscheinen gleich zwei Parlamentarische Staatssekretäre der Bundesregierung, um dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu gratulieren: Dr. Helge Braun, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, und sein Kollege, der hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel. Die Freude an Entwicklungen soll den Deutschen ungebremst erhalten bleiben. Man prüfe derzeit neue Ideen, sagte Braun.

Geschäftsführer Rolf Geisel hatte zu dem Spitzengespräch sowohl Michael Fischer, Bereichsleiter Entwicklung, als auch Dr. Clemens Amann, Personalleiter des Unternehmens, mitgebracht . Sie erfuhren Neues aus dem Forschungsministerium. „ Wir denken intensiv über eine steuerliche Begünstigung jener Firmen nach, die sich in der Forschung besonders engagieren", sagte der Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Helge Braun, "wir denken in diese Richtung, weil sie unbürokratischer als alle Einzelförderungsmaßnahmen ist. Das würde vor allem für mittelständische Unternehmen wie Boysen wirken.“ Die Bundesrepublik sei ein Forschungs- und Entwicklungsland. So solle es auch in Zukunft bleiben, betonte Braun.

"Wir müssen uns in Deutschland gegenseitig stützen", freute sich Rolf Geisel über den wirtschaftsfreundlichen Vorstoß,  "das ist ein sehr guter Ansatz". Denn der Mittelstand müsse angesichts eines weltweit verschärften Wettbewerbs seine Schlagzahl weiter erhöhen. "Entweder wir sind innovativ und auch schnell in unseren Entwicklungen oder wir fallen hinten runter", verdeutlichte der Geschäftsführer die Situation am Markt. Außerdem müssten die Zulieferer in der Automobilindustrie immer häufiger in Vorleistung gehen, "doch für Innovationen brauchen sie Finanzkraft." Ein mittelständisches Unternehmen könne da ganz schnell an seine Grenzen kommen. Staatssekretär Braun dankte für die Unterstützung dieses Weges: "Es ist eine Politik, die die Forschung unter Einbeziehung des Mittelstands betreiben will."

Geisel verdeutlichte den beiden Staatssekretären die Firmenphilosophie, wonach überall auf der Welt nach den gleichen Standards, auf hohem Qualitätsniveau und in der Nähe zu den Automobilherstellern produziert wird. 2014 werde ein neues Werk in China in Betrieb gehen. Bereits zwei Projekte habe Boysen mit Fördermitteln vom Bund erfolgreich entwickelt. Dabei ging es unter anderem um die Umsetzung von Abgas in elektrische Energie, also ein Zukunftsthema. Die Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium sei hervorragend verlaufen, ergänzte Michael Fischer.

Weiter verbessert werden müsse indes die Zusammenarbeit mit den Forschungsinstituten, die häufig Berührungsängste mit den Unternehmen hätten, waren sich die Teilnehmer der Gesprächsrunde einig. Das Wissen der Universitäten komme oft nicht passgenau im Mittelstand an. Deshalb rät Staatssekretär Braun zu runden Tischen, um ein Umdenken zu erreichen.

Personalleiter Dr. Clemens Amann macht sich Sorgen um den Fachkräftemangel, der in erster Linie dem demografischen Wandel geschuldet sei. Bei den Auszubildenden entdeckt er ein abnehmendes Qualifikationsniveau. Braun möchte sich für einen stärkeren Erfahrungsaustausch zwischen Mittelstand und Ministerium einsetzen, um die Anforderungen der Unternehmen an die Qualifikation der Schulabgänger besser aufeinander abzustimmen. Einig war man sich, alles zu tun, um die duale Berufsausbildung nicht nur zu erhalten, sondern sie auch in anderen Ländern voranzubringen. Hans-Joachim fand dabei mit seiner Idee der verstärkten Einladung junger Menschen aus den Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit Zustimmung.

[Druckversion]