03.09.2013

DSL für kleinsten Haushalt angestrebt

Schnelles Internet entscheidender Standortfaktor / Staatssekretär Fuchtel bei Bürgermeister Buchelt / Vor-Ort-Besuch in Höfen

DSL für kleinsten Haushalt angestrebtDie Infrakstruktur von Höfen war eines der Schwerpunktthemen beim Arbeitsgespräch von Bürgermeister Holger Buchelt mit dem Parlamentarischen Staatssekretär und Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel, der vom stellvertretenden Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Bad Wildbad, Gemeinde- und Kreisrat Jochen Borg, begleitet wurde.

Höfen. Im Rahmen seiner regelmäßigen Vor-Ort-Besuche machte der Parlamentarische Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel Stop im Rathaus von Höfen: Er traf eine schuldenfreie Gemeinde an, worauf Bürgermeister Holger Buchelt nicht ohne Stolz hinwies. Dafür gibt es andere Probleme: von Lärmbelästigung durch frisierte Motorräder auf der Ortsdurchfahrt bis zu rückläufigen Einwohnerzahlen in der Gemeinde.

Überlaute und dröhnende Geräusche von Motorrädern, zum Beispiel vornehmlich an Wochenenden, müssten nicht sein und wollen die Bürger in Höfen nicht länger hinnehmen, machte Buchelt deutlich. Deshalb denke man im Gemeinderat bereits über eine mobile Messung nach. Der Bundestagsabgeordnete wurde seinerseits bereits im Rahmen seiner regelmäßigen Bürgersprechstunden in Bad Wildbad auf das Ärgernis angesprochen.

Die Einwohnerzahl in Höfen geht zurück. In den zurückliegenden acht Jahren sank sie um 100 auf aktuell 1612. "Einwohnerverlust bedeutet, dass es immer schwieriger wird, die Infrastruktur zu halten", sagte Fuchtel. Dem müsse entgegengewirkt werden, waren sich Bürgermeister und Staatssekretär einig. 

Ein entscheidender Standortfaktor für Neubürger sei eine schnelle Breitbandversorgung, so Buchelt. Für junge Alleinstehende und junge Familien sei der Internetanschluss ein entscheidendes Kriterium bei der Wohnungssuche. "Wir brauchen Glasfaser selbst für den kleinsten Haushalt", argumentierte der Rathauschef, "darum kämpfen wir." Es gebe zwar verschiedene Anbieter, noch fehle es aktuell an der Präsentation eines Gesamtkonzepts für den Ort.

Höfen gehe es finanziell zwar gut, weil die Gemeinde schuldenfrei sei, so Buchelt. Doch von den sprudelnden Gewerbeeinnahmen bleibe wegen des Finanzausgleichs nicht allzu viel übrig. Dennoch versuche man, wegen künftiger Investitionen in Infrastrukturprojekte den einen oder anderen Euro auf die Seite zu legen.

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